Mit-
nen
sen
den
ell-
cter
her
IN,
eI-

des
SsE
irt-
ali-
cht
er-
IM
an-
11-
ıne
ZE-
ff
alb
so
A
ch
‘ht
en
uß
JE-
n-
er
en
-

Er
en
28
d.

A“

dem durch eine gemeinsame Verkaufsorganisation Zwischenglieder
ausgeschaltet und die Absatzkosten selbst in mancher Richtung ge-
Senkt werden können. (Gemeinsame Reklame, gemeinsame Vertreter,
Lieferung von der frachtgünstigsten Fabrik usw.) Auch haben sich
unter dem Druck der konstanten Kosten bei den straffen Kartellen
und Syndikaten, die mit Beteiligungsziffern ihrer Mitglieder arbeiten,
Bestrebungen verwirklicht, die Preisstellung nach einer mittleren
Höhe der Gestehungskosten zu richten. „Hier kann die Konzern-
bildung unmittelbar in die Kartellentwicklung eingreifen und die
Preisbasis, soweit sie in den Produktionskosten gegeben ist, zu-
gunsten der starken Kartellmitglieder verschieben, indem diese star-
ken Werke die schwachen Genossen aufkaufen, nicht um sie weiter
zu betreiben, sondern um sie still zu legen und die der Beteiligungs-
Ziffer entsprechende Produktion auf ihre gut eingerichteten Betriebe
Zwecks deren besserer Ausnützung zu übernehmen‘),

Man kann daher bei den Syndikaten von einer Tendenz spre-
chen, die dahin geht, die früher mehr mittelständische Politik,
Welche auch den Schwächsten die wirtschaftliche Fortexistenz
garantieren wollte, und daher antirationalisierend war, zu ersetzen
durch eine Politik der Auslese, welche mehr die Pflicht zur Leistung
betont, und nur den bestgeeigneten Werken die Existenz ermög-
lichen soll. An Stelle der früheren kontraselektiven Einstellung wird
heute mehr ein proselektives Vorgehen versucht. Nur der Schutz-
zoll bewirkt, daß diese proselektiven Wirkungen nicht stärker her-
Vortreten.

Eine unmittelbare Produktionsförderung wird in einem ge-
Nügend starken Kartell dadurch zu erreichen sein, daß durch Ver-
einbarung der Unternehmer eine Typisierung der Erzeugung vor-
Senommen wird, um dadurch die Produktion rationeller zu gestalten,
d.h. an Stelle einer unrationellen Produktion vieler wenig ab-
Weichender Sorten wird jetzt eine geringere Zahl solcher Typen her-
Sestellt, welche sich erfahrungsgemäß als besonders brauchbar oder
beliebt erwiesen haben. Verbinden sich damit noch Ansätze von
Spezialisierung, eine individualisierte, die speziellen Betriebsverhält-
Nisse berücksichtigende Auftragserteilung, so ist es dadurch mög-
lich gemacht, von einer schematischen Preisfestsetzung zu einer
elastischeren Politik vorzurücken.

Solche Ansätze zu unmittelbarer Produktionsförderung dürfen
aber nicht als allgemein vorhanden betrachtet und daher ein neuer

39) Wiedenfeld, Gewerbepolitik, 1927, S. 144.

34