Schen Metallarbeiterverband, Stuttgart 1924 — Ufermann & Hüg-
lin, die AEG,, eine Darstellung des Konzerns der Allgemeinen Elek-
trizitätsgesellschaft, Berlin 1922 — dieselben: Stinnes und seine
Konzerne, Berlin 1924 — Heymann: Der Bier- und Spritkonzern,
Berlin 1923).

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I. Die Definitionen
in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur.

Was diein der modernen Literatur anzutref-
fenden Definitionen anlangt, so sind sie kurz dahin zu
beurteilen, daß sie bei weitem keine eindeutige und befriedigende
begriffliche Analyse der Organisationserscheinung enthalten,

Vogelstein‘) hat schon 1914 im Grundriß der Sozial-
Skonomik den Konzern als eine „durch finanzielle und per-
Sönliche Bande zusammengeschlossene Gruppe von Unter-
Nehmungen“ bezeichnet. Diese in einer Beziehung treffende, wenn
auch nicht erschöpfende Definition steht aber lediglich als Neben-
Satz und ist von keiner methodischen Erklärung der Erscheinung
begleitet. Beckerat h°) formuliert den Konzern folgendermaßen:
„Unter Konzern wird jede Form der Bildung eines wirtschaftlich
in den Hauptzügen der Produktions-Absatz- und Kapitalwirtschaft
einheitlich verwalteten Gesamtunternehmens verstanden, bei der die
aufgesogenen Teilunternehmungen ihre rechtliche Selbständigkeit
bewahren.“
Von rein materiell-ökonomischen Merkmalen geht v. Un-
Sern-Sternberg®) aus: Er versteht unter einem Konzern
„eine Gruppe von Unternehmungen, die in ihrer gesamten wirt-
Schaftlichen Betätigung bestimmten gemeinsamen Richtlinien fol-
gen, um eine gegenseitige Ergänzung und Unterstützung hinsicht-
lich der Produktion, des Absatzes und der Kapitalbeschaffung zu
Sichern“, Andere Definitionen betonen mehr die formal rechtliche
Seite und vernachlässigen dabei die ökonomischen Merkmale. Nach
Saitzew*) ist der Konzern ein Gebilde, „unter dem wir eine nicht

1) Vogelstein: Gr. d. Soz.-Ok., Bd. 6, S. 200.

_?) Beckerath: Kräfte, Ziele und Gestaltungen in der deutschen Industrie-
Wirtschaft, Jena 1924, S. 29.

*) V. Ungern-Sternberg: Die Industriegemeinschaft, Berlin 1925, S. 29.

4) Saitzew: Horizontal und Vertikal im Wandel der letzten Jahrzehnte,
1927, 8. 17.

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