Bedarfsausweitung, produktionstechnische Ausrüstung und Rohstoffvorrat
 waren somit durch die Umstellung auf die Holzverarbeitung
zu einer harmonischen Einheit verbunden. Doch wuchs die papiererzeugende
 Industrie in die dadurch gelegten Entwicklungsmöglichkeiten
uneinheitlich hinein. Die Holzschliffherstellung blieb anfänglich noch
durchweg in den engen, von ihrer Technik und dem Bedarf der holzschliffverarbeitenden
 Industrie vorgezeichneten Bahnen. Dagegen zeigte
sich sehr bald, daß die Zellstoffherstellung nur im großen lohnend war.
Auf Grund ihrer Kapitalintensität und ihrer besonderen Standortsbedingungen
 entwickelte sie sich schnell zur großindustriellen Produktion
 und trug nicht zuletzt dazu bei, daß moderne Kapitalmacht
und moderner Wirtschaftsgeist in die papiererzeugende Industrie eindrangen.
 Die noch keineswegs abgeschlossene Entwicklung zeigt in der
Gegenwart ein überaus wechselreiches Bild des Neben- und Miteinander
der vier Industrien, der Zellstoff-, der Holzschliff-. der Papier- und der
Pappenindustrie)).

1) Unter Papierindustrie wird im folgenden durchweg die reine papiererzeugende
Industrie verstanden, zum Unterschied:
1. gegenüber der papiererzeugenden Industrie insgesamt, die die Zellstoff-,
die Holzschliff-, die „Papierindustrie“ und die Pappenindustrie umfaßt,
2. gegenüber der papierveredelnden und paulerverGrheitenden Industrie,
die als Papierwarenindustrie' zu bezeichnen ist.
Die papiererzeugende, por yergänlnde und papierverarbeitende Industrie insgesamt
 trägt die Bezeichnung Papierfach.
Analog wird mit Pappenindustrie im folgenden durchweg die reine pappenerzeugende
 Industrie bezeichnet.
Außerdem werden im folgenden der Kürze halber die Zellstoff- und Holzschliffindustrie
 insgesamt unter der Bezeichnung Papierhalbzeugindustrie, und die Papierund
 Pappenindustrie insgesamt unter der Bezeichnung -Papierganzzeugindustrie
zusammengefaßt.