Betriebe wie auf die reine Papiererzeugung, aber nächst der Holzschliffindustrie
 auch der geringste Anteil an der Zahl der beschäftigten
Personen. Den größten Anteil an der Zahl der beschäftigten Personen
hat nächst der reinen Papiererzeugung die Zellstofferzeugung mit fast
einem Fünftel, sie zeigt aber wiederum den weitaus geringsten Anteil
an der Gesamtzahl der Betriebe.
Ein Vergleich des Umfanges der einzelnen Zweige der papiererzeugenden
 Industrie mit der Vorkriegszeit ist auf Grund der amtlichen
Statistik nur für die Holzechliff- und Zellstofferzeugung möglich und auch
nur für diese insgesamt‘). Die Zahl der Betriebseinheiten in der Papierhalbzeugindustrie
 hat sich danach 1925 gegenüber 1907?) von 555 auf
617 oder um 11 % und die Zahl der beschäftigten Personen von 20 103 auf
28858 oder um rund 44% erhöht. Da in der Zahl der beschäftigten
Personen 1925 im Gegensatz zu 1907 die in den Hilfsbetrieben beschäftigten
 Personen fehlen, ist die Vermehrung der Zahl der beschäftigten
Personen in der Zeit von 1907 bis 1925 auf Grund der amtlichen Statistik
 noch stärker als mit 44% einzusetzen. Ein stark gegensätzliches,
 aber hinsichtlich der Entwicklung der Betriebszahl zuverlässigeres
 Bild ergibt sich aus den Berichten der Papiermacherberufsgenossenschaft.
 Nach ihnen ist 1929 gegenüber 1913 die Zahl der Betriebseinheiten
 in der Papierhalbzeugindustrie nicht gestiegen, sondern insgesamt
 um rund 24% gefallen und die Zahl der Vollarbeiter gleichgeblieben
 bzw. unter Berücksichtigung der Schichtzeitveränderung um
rund 257% gestiegen. Zu einem Teil beruht der Gegensatz zur amtlichen
 Statistik auf der Entwicklung der Jahre 1907 bis 1913 und
1925 bis 1929, wie die gleichzeitige Berechnung für 1925 gegenüber
1907 zeigt?).

Für die Ganzzeugindustrie ergibt sich an Hand der Verwaltungsberichte
 der Papiermacherberufsgenossenschaft 1929 gegenüber 1913
fast dieselbe Entwicklung, wie sie die Papiermacherberufsgenossenschaft
für die Halbzeugindustrie zeigt. Die Zahl der Betriebseinheiten der
Ganzzeugindustrie hat um rund 19% und die Zahl ihrer Vollarbeiter
um rund 2% abgenommen. Die weitgehende Parallelität der Entwicklung
 der Ganzzeugindustrie insgesamt und der Halbzeugindustrie
insgesamt verdeckt jedoch eine stark uneinheitliche Entwicklung ihrer
einzelnen Zweige. In der Abnahme der Betriebseinheiten 1929 : 1913.
bleibt zwar nur die Pappenindustrie mit einer Betriebsabnahme von
rund 16% hinter der durchschnittlichen Abnahme der anderen Zweige
von rund 18 bis 21% zurück. Die Zahl der Vollarbeiter aber zeigt in
der Holzzellstoffindustrie eine Zunahme um rund 12%, in der Pappenindustrie
 um rund 7%, während sie in der Papierindustrie um rund
4 %, in der Holzschliffindustrie um rund 17%i und in der Strohzellstoffindustrie
 um rund 20%, abnahm.

1) Vgl. Tabelle 2, 8. 7.
?) Vgl. Tabelle 8, S. 8 und Tabelle 7, S. 12.
3) Vgl. Tabelle 9, S. 14.