zeichnet. Er beläuft sich 1929 auf rund 1,4 Milld. RM. Der Nettoproduktionswert
 der papiererzeugenden Industrie läßt sich ermitteln,
wenn man zu den Produktionswerten der Ganzzeuge Papier und Pappe
den Ausfuhrwert der Halbzeuge Holzschliff und Zellstoff zuzählt. Da
außerdem der inländische Zellstoffverbrauch nicht restlos in die Papierund
 Pappenerzeugung eingeht, sondern in den letzten Jahren schätzungsweise
 rund 2 bis 3:%i des Holzzellstoffproduktionswertes zur Kunstseideerzeugung
 verwendet wurden!) — der Verbrauch von Zellstoff zur Erzeugung
 von Zelluloid, Pulver u.ä. braucht als zu geringfügig nicht
berücksichtigt zu werden —, ist auch dieser Anteil noch zu dem Wert
der Papier- und Pappenproduktion und der Zellstoff- und Holzschliffausfuhr
 hinzuzusetzen. Für 1925 und 1926 fehlen Schätzungen über den
Zellstoffverbrauch zur Kunstseideherstellung, für 1913 kann er als noch
nicht allzu bedeutend außer acht gelassen werden. Für 1929 stellt sich
so der Nettoproduktionswert der papiererzeuigenden Industrie auf mehr
als 1 Milld. RM. ;
Der Produktionswert je Vollarbeiter schwankt bei den vier Produktionszweigen
 der papiererzeugenden Industrie im Jahre 1929 ungefähr
 zwischen 10000 und 18000 RM. Am höchsten ist der Produktionswert
 je Vollarbeiter in der Zellstoffindustrie, am geringsten in der
Pappenindustrie.

Tabelle 14
Der Produktionswert je Vollarbeiter in der deutschen Zellstoff-,
Holzschliff-. Papier- und Pappenindustrie 1927—1929 und 1913 2}

Jahr

Zellstoffindustrie


Holzschliff- Papierindustrie
 industrie

Pappenindustrie


1929 17 982 : 16 546 15178 10 226
1928 | 17599 | 14715 | 14754 | 10134
{927 | 16171 | 14178 | 14668 | 10877
1913 (9 936) (6 978) (7 921) (5 993)

4, Binnenabsatz und Weltmarkt

Von der Produktion der einzelnen Zweige der Dpapiererzeugenden
 Industrie wurde in der Vorkriegszeit bei Zellstoff nach
Menge und Wert rund ein Fünftel, bei Pappe mengenmäßig
ein Zwölftel, wertmäßig rund ein Achtel, bei Papier mengenmäßig
über ein Achtel, wertmäßig fast ein Fünftel exportiert. In
den Jahren 1927 und 1928 ist der Wert des Pappenexports auf rund
ein Fünftel und im Jahre 1929 auf rund ein Viertel gestiegen. Der
Export von Zellstoff und Papier dagegen war 1927 wertmäßig auf
etwa je ein Sechstel gefallen und hat bei Zellstoff 1928, bei Papier
erst 1929 wieder ungefähr ein Fünftel erreicht. nachdem er 1926 noch

1) Mengenmäßig schätzungsweise rd. 2%.
%?) Vgl. Tabelle 8. 9 und 18.