von Kanada und Schweden, im Zellstoffexport von Schweden, Kanada,
Finnland und Norwegen, während die übrigen Länder der deutschen
Ausfuhr meist in geringerem Abstande folgen. Am Holzschliffexport
der Welt ist Deutschland so gut wie gar nicht beteiligt,
Gegenüber der Vorkriegszeit hat. die deutsche papiererzeugende
Industrie auch als Ausfuhrindustrie in der internationalen Rangordnung
 stark an Bedeutung verloren. Im Zellstoffexport standen 1913
Finnland und Kanada noch weit hinter Deutschland zurück, im Papierexport
 hatte Deutschland sogar bei weitem die Führung. Nur im
Pappenexport hat Deutschland gegenüber Finnland an Bedeutung gewonnen.
 Im Holzschliffexport der Welt war Deutschlands Stellung
schon in der Vorkriegszeit ohne Bedeutung. Über die Einzelheiten der
Stellung Deutschlands auf dem Weltmarkte unterrichtet die eingehende
Behandlung im Außenhandelsahbechnitt.

II. Produktionsgruppen und Erzeugnisse

Die vier Produktionszweige der Dpapiererzeugenden Industrie,
Zellstoff, Holzschliff, Papier und Pappe, umfassen in sich wiederum
die verschiedensten Erzeugungsgruppen.

1. Zellstoff

Bei der Zellstofferzeugung ist zu unterscheiden zwischen Holzzellstoff
 und Strohzellstoff. Der Holzzellstoff wieder ist entweder Sulfitzellstoff,
 gebleicht oder ungebleicht, öder Sulfatzellstoff, gebleicht oder
ungebleicht. Weit an erster Stelle steht mengenmäßig die Erzeugung
von ungebleichtem  Sulfitzellstoff, ihm folgt die Erzeugung von
gebleichtem Sulfitzellstoff und in großem Abstand die Erzeugung
von Strohzellstoff und von Sulfatzellstoff.
Außer Strohzellstoff wird aus Stroh noch Gelbstrohstoff gewonnen,
das Produkt einer Kochung des Strohes mit Kalkmilch mit nachfolgender
 mechanischer Behandlung. Gelbstrohstoff wird überwiegend
zu Strohpappe weiterverarbeitet, deren Produktion 1929: 69000 t =
rund 16% der gesamten Pappenerzeugung?) betrug. Über die Produktionsmenge
 des Gelbstrohstoffes selbst liegen keine Angaben vor.

2. Holzschliff

Bei der Holzschlifferzeugung ist zu unterscheiden zwischen weißem
Holzechliff und Braunschliff. Weit an erster Stelle steht die Erzeugung
 von Weißschliff, die mehr als vier Fünftel der gesamten Holzschlifferzeugung
 umfaßt.

1) Vel. Tabelle 21.