Für die Vorkriegszeit liegt eine Schätzung vor, nach der für die
Erzeugung des Jahres 1913 von rd. 2 Mill. t Papier und Pappe bei
ausgiebig durchgeführter Stoffrückgewinnung eine Halbstoffmenge von
rd. 2,2 Mill. t benötigt wurde‘). Nimmt man für die Produktionsmenge
des Jahres 1927 ebenfalls einen 10 %igen Materialverlust an, so ergibt
sich in Gegenüberstellung zu der Schätzung von 1913 folgendes Bild:

Tabelle 25
Die zur Papier- und Pappenerzeugung verbrauchten
Halbstoffmengen 1913!) und 1927

dalbstoffe

Tolzschliff ...-Holzzellstoff.
 ...
Strohzellstoff. . .
zelbstrohstoff. .
Lumpenhalbstoff
Mineralfüllstoffe. .
Altpapier ....... a
Leimstoffe (vorwiegend Harz und
schwefelsaure Tonerde) .......
Insgesamt

19183

1927

% der
LO00 t Gesamtmenge


% der
1000 t | Gesamtmenge


750
550
80
LOO0
‚20
200
“00

34,1
29,6
3,6
4,5
5,5
9,1
91

852
323
47
(48)
458

31.7
30,6
1,8
(1,8)
17.1

45
2200 | 100.00 | 2686 | 100,0

Diese Aufstellung über die den Papierkörper bildenden Materjalien,
 soll nur allgemeine Anhaltspunkte geben. Alle Einzelheiten,
vor allem die Unterlagen für Vergleiche, sind der nachfolgenden
Einzeldarstellung zu entnehmen, wenngleich auch diese mit ihren zahlreichen
 Fehlerquellen unterliegenden Berechnungen nicht mehr als ein
ungefähres Bild vermitteln kann.

1. Papierholz

Der durchschnittliche Lagervorrat, Zugang und Verbrauch an
Papierholz beliefen sich nach der Verbandsstatistik. in den Jahren 1913
ınd 1925 bis 1929 wie Tabelle 26, S. 39 zeigt.
Berechnet man den Holzverbrauch aus der Zellstoff- und Holzschliffproduktion,
 8o ergibt sich für die Nachkriegsjahre ein etwas höherer
Holzverbrauch als nach der obigen Verbandsstatistik. Für die Jahre
1927, 1928 und 1929 ergibt die Holzzellstoffproduktion?) einen Holzverbrauch
 von 6.41. 6.87 und 7.24 Mill. rm und die Holzechliffproduk-!)

 Kirchner, „Wochenblatt für Papierfabrikation‘“. 19138, Nr. 4, S. 280.
?) Sulfitzellstoff umgerechnet zu 6,3 rm/t, Sulfatzellstoff zu 6,8 rm/t.