Lebensfähigkeit der papiererzeugenden Industrien der einzelnen Länder
and innerhalb dieser für die einzelnen Werke ist. Eine Erhöhung der
Papierholzfrachten ist nach Aussage der Industrie untragbar, sie erstrebt
 vielmehr nach Möglichkeit eine Detarifierung des Papierholzes
nach Klasse G. Weniger Bedenken dagegen als die Höhe der Tarife
löst die Staffelung der Tarife aus. Wenn der Staffeltarif auch zweifellos
 viele Werke in den Holzüberschußgebieten benachteiligt, so würde
doch sein Wegfall die Konzentration auf einzelne Standorte begünstigen,
and die Industrie lehnt es ab, daß die Tarifpolitik standortsverändernd
in ihr Eigenleben eingreift. Nur dort, und das ist vor allem in Norddeutschland
 der Fall, wo eine Änderung der Staffelung Papierholzgebiete
 überhaupt erst nutzbar machen und den Import entlasten würde,
hält man nicht zuletzt auch im Interesse des Waldbesitzes eine entsprechende
 Ausnahmetarifierung für angebracht.
Niedrige Eisenbahnfrachten sind für die deutsche papiererzeugende
Industrie von größter Bedeutung. Im Jahre 1928 wurden im deutschen
Inland- und Auslandverkehr rd. 3,8 Mill. t Papierholz bewegt, davon
haften rd 27 Mill. t Anteil am Eisenbahnverkehr (vgl. Tabelle 31).

Tabelle 31
Die Papierholzbewegung auf deutschen Kisenbahnen und Binnenwasserstraßen
 1926—1928 und 1913
fin 1000 UN

X. mn
Verkehrsarten | 1928 | 1927 ' 192% |! 1918
Fisanhahnen:

Inlandverkehr ...
Ausläandverkehr ..

In- und Auslandverkehr insgesamt .... |

1234 | 1829 | 1324
1488 | 1749 | 1765
9799 | 8078 | 089

Wasserstraßen:

{nlandverkehr .. 178 154 157 | 206
Auslandverkehr 858 752 _ _585__ 965 _
In- und Auslandverkehr insgesamt .... |! 1086 | 906 | 742 | 1171

Für 1913 läßt sich die Papierholzbewegung auf deutschen Eisenbahnen
 nicht nachweisen, da Papierholz erst seit 1924 gesondert auszewiesen
 wird. Doch zeigt der trotz des stark gestiegenen Imports SOzar
 absolut zurückgegangene Auslandverkehr auf den Binnenwasserstraßen,
 daß der Eisenbahnverkehr gegenüber der Vorkriegszeit stark
an Bedeutung gewonnen haben‘ muß. Im Inlandverkehr war die Bedeutung
 der Wasserstraßen für den Papierholztransport schon in der Vorkriegszeit
 gering. Daß trotz der Einführung des Staffeltarifs und der
damit verbundenen relativen Verbilligung der weiteren und weiten Ent
fernungen die Bedentung des Papnierholztransportes auf den Binnen-1)

 Stat. Nr. 31c.