papiererzeugung. Nicht so stark dagegen wird die Rohpappenfabrikation
 betroffen, da sie geringwertigere und damit auch billiger zu
sortierende Lumpen als die Papierfabrikation verarbeitet. Nach diesen
geringeren Sorten ist außerdem die Auslandsnachfrage, insbesondere
aus den Vereinigten Staaten, stark zurückgegangen.
Neben dieser Verkettung des deutschen Lumpenmarktes mit dem
Auslandsmarkt erschwert auch die besondere Struktur der Angebotsseite
 die Lumpenversorgung. Die Intensität der Sammeltätigkeit hat
fühlbar nachgelassen. Durch den Ausbau des Unterstützungswesens
ist der Kreis derer, die um ein paar Pfennige willen die mühsame Haussammeltätigkeit
 ausüben, wesentlich eingeschränkt. Die Sammeltätigkeit
 ist jetzt durch eine Differenzrechnung zwischen ihrem Gewinn und
den Unterstützungsgeldern bedingt. Diese Differenzrechnung wird um
so schwerer positiv, als ein wichtiger Kostenträger, die Metallsammeltätigkeit,
 durch die neuerliche Gesetzgebung außerordentlich erschwert
worden ist. Auf ihr aber baute sich im wesentlichen das Sammelgeschäft
 der Vorkriegszeit auf. Zu dieser Verteuerung im Lumpenkleinhandel
 tritt die bereits erwähnte, durch die höheren Sortierungskosten
bedingte Verteuerung der Lumpen„produktion‘“. Über die wichtigsten
Lumpensortierklassen in ihrem Anteil an der Verarbeitung und über
die ungefähre Preissteigerung der Lumpen gegenüber der Vorkriegszeit
unterrichten die Tabellen 36 und 37.

Tabelle 37
Ungefähre Lumpengroßhandels-Verkaufspreise 1927, 1928 und 1914
(Gepackt in Preßballen, franko Verbrauchsstation, in RM ger 100 kg}
Sorten | Ende 1927

Ende 1928 | 1914

Neuweiß Lo........000000e
A BE
Hellkattun .....0....0.0000004
Mittelkattun ..........0000
Dunkelkattun mit Schrenz..
Rot- und Blaukattun ......
Weißleinen I......0..0...040
Zrauleinen.......0..0.0..00004
Uli area
Ungeteerter Manilatau I...

85—90 88—92 .
49—51 52—58 25
23—24 22—928 ;
14—14,75 | 15—15,50| 9
1,25—11,75 | 12,25—12,75 | 6
15—16 15—17 .
47—50 56—58 30
33—835 45—46 .
9,25—9,75 | 7,25—7,50 | 8
97—98 95—27 20

4. Altpapier

Das Altpapier ist nächst dem Holz der wichtigste Papierrohstoff*).
Doch gibt es nur wenige größere Betriebe, die auf die Verarbeitung
von Altpapier eingestellt sind, der Hauptanteil des Altpapierverbrauchs
entfällt auf mittlere, kleine und kleinste Betriebe. Der Altpapierverbrauch
 betrug im Jahre 1927: 458 000 t., von denen 286 000t bzw.

iy Vgl. Tabelle 24, S. 37.