ständiges Bild ergibt die Statistik des Reichskohlenkommissars. In
ihr umfaßt die Gruppe Papier und Zellstoff alle die Werke der papiererzeugenden
 Industrie, in denen die Zellstoff- oder Papier- oder Pappenerzeugung
 der wichtigste Teil des Betriebes ist. Es fehlt also nur der
für den Gesamtkohlenverbrauch unwesentliche Verbrauch der Handelsachleifereien.
 Im Jahre 1927 wurden an die Gruppe Papier und Zellstoff
 rd. 6,2 Mill. t deutsche und ausländische Kohle geliefert. Unter
den 19 wichtigsten Kohlenverbrauchergruppen Deutschlands nahm die
Gruppe Zellstoff und Papier damit bei Steinkohlen die zehnte, bei Rohbraunkohlen
 die dritte und bei Braunkohlenbriketts, Pechkohle und
tschechischer Kohle die siebente Stelle ein.
Auch über die Verteilung des Kohlenverbrauchs auf die einzelnen
Produktionszweige der papiererzeugenden Industrie liegen keine näheren
Angaben vor. Man rechnet im allgemeinen auf 1 kg Zellstoff und auf
1kg Zeitüngsdruckpapier je 1% kg Steinkohle, auf 1kg Feinpapier
allerhöchstens 3, bis zu 2kg und weniger. Im Jahre 1924 wurde von
Verbandsseite der Kohlenverbrauch der reinen Papiererzeugung erhoben.
Der Verbrauch der reinen papiererzeugenden Industrie stellte sich
danach auf 1,930 Mill. t Steinkohle und 2,87 Mill. t Rohbraunkohle
„nd Briketts. Doch müssen in diesen Mengen große Mengen der mit
Jer reinen Papiererzeugung verbundenen Betriebe enthalten sein, wie ein
Vergleich mit der oben für 1926 und 1927 angegebenen Kohlenbelieferung
 der Gruppe Papier und Zellstoff zeigt (Tab. 44).

II. Betriebs und Unternehmungsorganisation

1. Rechtsformen

Nach der amtlichen Statistik von 1925 sind die Betriebe der paplerorzeugenden
 Industrie in 883 Firmen zusammengefaßt. In der Aufzliederung
 der Rechtsformen nach Produktionsgruppen gibt die amtliche
Statistik für die kombinierten Betriebe zu wenig und für die reinen Betriebe
 zu viel Firmen an. Der Grund dafür liegt in dem bereits erwähnten
Widerspruch der amtlichen Statistik in ihrer Zählung der gewerblichen
Niederlassungen einerseits und der Betriebseinheiten andererseits‘). Wie
dort bei den gewerblichen‘ Niederlassungen zu viel reine und zu wenig
kombinierte Betriebe erfaßt waren, so auch hier bei der Zählung der
gewerblichen Niederlassungen nach Rechtsformen. Ohne Bedeutung ist
aber dieser Fehler für die nach der amtlichen Statistik für die papiererzeugende
 Industrie insgesamt vorgenommene Aufteilung nach Rechtsformen.
 Diese Aufteilung zeigt, daß in der papiererzeugenden Industrie
bei weitem die meisten Firmen Personalunternehmungen sind und nur

1) Vgl. 8. 10/11.

+}