der A.-G. ist am häufigsten bei den großen Betrieben und somit vor
allem in der Zellstoff- und in der Massenpapierproduktion. In der
Feinpapierproduktion dagegen gewinnen die G.m. b. H. und die Einzelunternehmung
 an Bedeutung und treten in den Vordergrund in der
Pappenfabrikation und der mit. ihr verbundenen Holzschliffproduktion.

2. Die Konzentrationstendenzen

Ursprünglich waren in der papiererzeugenden Industrie die Halbzeug-
 und die Ganzzeugherstellung eng verbunden. Zwar waren Rohstoffaufschluß
 und Fertigfabrikatherstellung schon von jeher produktionstechnisch
 für sich abgeschlossen, doch führte dies nur zu einer
Aufteilung des Arbeitsganges oder zur Gründung eines sogenannten
Beiwerkes für die Halbstoffbereitung und nicht auch zu einer Aufteilung
in Örtliche Einheiten. Erst mit dem Aufkommen der Holzverarbeitung
änderte sich dies grundlegend. Die Transportfähigkeit des Holzhalbzeuges
 ermöglichte eine standortsmäßige Trennung. Diese griff sehr
schnell um sich. Die Gründe dafür waren der rasch steigende Bedarf
für Holzhalbzeug und die, im besonderen der Zellstofferzeugung, eigenen
Standortsbedingungen. Die Bewegung wurde dann aber wieder rückläufig.
 Die Ganzzeugbetriebe schafften sich in zunehmendem Maße eine
eigene Halbzeugbasis an oder aber die Halbzeug werke gingen zur Verarbeitung
 im eigenen Betrieb über.
Neben den allgemeinen Vorteilen der Kombination .‚(Bezugs- bzw.
Absatzsicherung, Fracht- und Umsatzsteuerersparnis, Kontinuität des
Arbeitsganges usw.) sprechen in der papiererzeugenden Industrie besondere
 technische Umstände für sie. Der Versand des Halbzeuges erfordert
eine Entwässerung und Wiedereinfeuchtung, die die Kosten erhöht und
oft auch die Qualität beeinträchtigt. Außerdem ist der Halbzeug verarbeitende
 Betrieb oft auf eine qualitative Gleichmäßigkeit des Halbzeuges
 angewiesen, diese aber ist bei einem Aufkauf von den verschiedensten
 Seiten, unter stets wechselnden Verhältnissen nicht gesichert.
In der Holzechliffproduktion, bei der der Transportwiderstand und die
Erfordernisse des Materials in noch höherem Maße als bei der Zellstoffproduktion
 zur Kombination drängen, ist die Eigenverarbeitung am
stärksten. Schätzungsweise etwa 85 % der Gesamtproduktion an Holzschliff
 werden im eigenen Betrieb zu Papier und Pappe verarbeitet.
Von der Zellstoffproduktion werden es ungefähr 35 ‘%i sein. Von der
Papierproduktion entfallen ungefähr 70 Zi auf gemischte Betriebe und
von der Pappenproduktion wird die Holzschliffpappe, d.s. rd. 40 %
der Gesamtproduktion, fast restlos in Betrieben mit Holzschliffeigenerzeugung
 hergestellt. Der Zukauf von Holzechliff für Holzschliffpappe
ist eine Seltenheit. Die übrigen 60% der Pappenproduktion beruhen
meist auf anderer Rohstoffbasis, Textilien, Stroh, Altpapier, die ebenfalls
 in ein und demselben Betriebe zu Halbstoffen verarbeitet werden.
Hierbei kommt für manche Sorten Zukauf von Zellstoff in Frage. Bei
der im Verhältnis zur Gesamtproduktion ziemlich geringen Eigenat

