Tabelle 50
Die Betriebsgrößenklassen in der Zellstoff-, Holzschliff-, Papierund
 Pappenindustrie, gemessen an der Produktionsmenge 1928!)

—

Kleinbetriebe '

Mittelbetriebe | Großbetriebe

Produktionszweige

Monatserzeugung

Zellstoff
Zahl der Firmen”)
Holzschliff
Zahl der Betriebe **)
Papier
Zahl der Betriebe
Pappe
Zahl der Betriebe

unter 2000 t 2 000—5 000 t über 5000 t
88 BO Ta
unter 75 t 75—1000t =‘ über 1000 t
139 ; 155 18
unter 250£ ' 250—2500t über 2500 €
179 152 U ge)
unter 100 t 100—1 000 t | über 1000 t
949 109

*) Für Zellstoff waren nur die Betriebsgrößen der der Sulfit G. m. b. H, angeschlossenen Firmen
zu ermitteln. — **) 1930. — ***) Die Zahl der Großbetriebe in der Papierindustrie ist wahrscheinlich
 größer.

fange zu. Bei ihr ist fast durchweg die Überlegenheit des Großbetriebes
ausschlaggebend, und die meisten kleineren Betriebe sind ältere, bereits
abgeschriebene Werke. Dagegen spielen bei der Holzschliffindustrie
besonders günstige Standortsverhältnisse für die Existenzfähigkeit noch
eine größere Rolle. Standortsvorteile hinsichtlich Holzbeschaffung,
Kraftversorgung, Absatzlage halten hier eine größere Zahl von kleineren
 Werken, insbesondere der Handelsschleiferei, aufrecht.
Die ausschlaggebende Bedeutung des Produktionsprogramms für
die Betriebsgrößenstruktur zeigt sich am stärksten in der reinen papiererzeugenden
 Industrie. Die Herstellung von Massensorten, insbesondere
 für den Weltmarkt, eignet sich nur für den Großbetrieb. Dagegen
ist die Herstellung vieler Papiersorten, die zwar in größeren Mengen,
aber einander nur ähnlichen Sorten verbraucht werden, überwiegend für
den Mittelbetrieb, und die Herstellung der ausgesprochenen Spezialsorten,
 die der Handel nur in kleineren, oft voneinander grundverschiedenen
 Qualitäten und Ausführungen bestellt, meist nur für den Kleinbetrieb
 geeignet. Die derart von der Bedarfsgestaltung abhängige Betriebsgrößenstruktur
 der Papierindustrie erweist sich somit-als ebenso
labil, aber auch als ebenso fest wie jene. Die Existenz der kleineren und
mittleren Betriebe ist eine Stärke der deutschen papiererzeugenden
Industrie. Diese auf Spezialsorten eingearbeiteten Betriebe sind als
einzige neben einigen wenigen französischen und englischen Fabriken
in der Lage, den mannigfachen Weltmarktbedarf an besonders qualitativen
 Druckpapieren, technischen, farbigen und gemusterten Papieren
zu decken, die in schwierigen physikalischen, chemischen und technischen
 Verfahren hergestellt werden. Gestützt werden diese Betriebe

I Nach Angaben der Verbände.