vor allem aber auch durch die differenzierte Nachfrage gerade des
deutschen Inlandmarktes. Betriebe, die viele hundert verschiedene
Papiersorten erzeugen, sind keine Seltenheit.
Als Papiersorte, die sich ausschließlich für Massenerzeugung in
Großbetrieben eignet, kann nur das Zeitungspapier (rd. ein Viertel der
Gesamtproduktion) angesprochen werden. Dagegen eignet sich für die
Herstellung von Fein-, Normal- und Wertzeichenpapier, Flor-, Durchschlag-
 und dünn Pergamynpapier, Lösch- und Filtrierpapier, echt
Pergamentrohpapier, Seidenpapier, Schmirgelrohpapier, Zellstoff- und
Holzstoffwatte (insgesamt rd. ein Zwanzigstel der Produktion) nur der
kleinere und mittlere Betrieb. Bei den übrigen Sorten, die rd. 70 %
der Produktion umfassen, wechselt der Anteil der groß- oder der mittelund
 kleinbetrieblichen Erzeugung. . Unter den holzfreien, unter den
holzhaltigen, unter den Pack- und Streichpapieren und -kartons gibt es
neben den ausgesprochenen Massenerzeugnissen. für Anfertigung auf den
größten Maschineneinheiten sehr viele Spezialsorten. Das gleiche gilt
von einseitig glatten Papieren, imitiert Pergament, Tapetenpapier,
Schrenzpapier, Kartonpapier und auch von gestrichenen Kunstdruckpapieren.
 Der Prozentsatz der nur für kleinere Betriebe geeigneten
Spezialsorten ist bei jeder der angeführten Sorten ein ganz verschiedener.
 Der größte Teil der Briefumschlagpapiere, unter denen es nur
einige Massensorten gibt, ist auf Mittel- und Kleinbetriebe zu rechnen.
Weiße Tapetenpapiere wiederum sind zumeist Massensorten; nur einzelne
 weiße Tapetenpapiere und die meisten farbigen sind Spezialerzeugnisse.
 Das gleiche gilt von Kartonpapier und Zellstoffkarton.
Insgesamt läßt sich der Anteil der Spezialpapierproduktion, die
als die Domäne des kleineren und mittleren Betriebes anzusehen ist,
auf rd. 20 .%i der Gesamtproduktionsmenge schätzen. Selbstverständlich
 sind die Grenzen zwischen Massensorten, viel verlangten Stapelpapieren
 und Spezialitäten dauernd in Fluß. Sorten, die derzeit als
Massenfabrikate bezeichnet werden, können in ihrem Absatz so sinken,
daß sie als Massensorten nicht mehr in Betracht kommen. So geht
Braunholzpapier, durch Jahrzehnte eine der meist angefertigten Packpapiersorten,
 seit Jahren in der Erzeugung stark zurück. Doch hebt
sich als Grundzug der gesamten Bedarfsgestaltung hier schwächer,
dort stärker ein allmählicher Übergang zum Massen- und Stapelpapier
ab. Noch vor dem Kriege waren heutige Massenfabrikate, wie Tiefdruck-
 und Offsetdruckpapiere, Spezialitäten besonderer Art. Gegenwärtig
 befinden sich die holzfreien Druck- und holzfreien Schulheftpapiere,
 ferner Chromoersatzkarton und Sackpapier im Übergang zu
Massensorten. Hat aber der Bedarf nach einem Papier einen solchen
Umfang angenommen, daß es aus dem Rahmen eines Spezialpapieres
heraustritt, so ist der Großbetrieb die für ihn einzig und allein gegebene
Produktionsstätte, der gegenüber der kleinere Betrieb seinen Stand nur
schwer behaupten kann.
Die entsprechende Bedarfsgestaltung vorausgesetzt, liegt der ent:
scheidende Antrieb zu der Überlegenheit des Großbetriebes im Maschinenkapital.
 Im letzten Jahrzehnt hat die Entwicklung der Technik

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