ungefähr ein Sechstel der Sulfitzellstofferzeugung; der Hartmann-Konzern
 umfaßt fast die gesamte Sulfatzellstoff- und ungefähr die
Hälfte der Sulfatpapiererzeugung. Die neuerdings durch Aufnahme von
Reisholz und Koholyt stark vergrößerte Feldmühle vereinigt in sich
rd. ein Viertel bis ein Fünftel der Zeitungspapierproduktion und hat
durch Einbeziehung und Ausbau des Werkes Hohenkrug eine starke
Stellung in der Produktion von mittelfeinem Schreibpapier erreicht.
Insgesamt entfallen auf die Konzerne in der papiererzeugenden Industrie
ungefähr zwei Drittel der Zellstoffproduktion, ungefähr ein Viertel der
Papierproduktion und ungefähr ein Zehntel der Holzschliffproduktion.
Kapitalmäßig läßt sich feststellen, daß von dem in der Zellstoff- und
Papierindustrie am 31. Oktober 1927 investierten Aktienkapital von
279 Mill... RM 106 Mill. RM gleich 38 %: konzernmäßig gebunden waren.
Doch entfällt auch hiervon wieder der größte Teil auf die Zellstoffindustrie.
 In der Papierindustrie ist ungleich anderen großen Industrien
 Deutschlands der Privatbesitz noch von ganz überwiegender
Bedeutung‘).
Völlig außerhalb der Konzernbewegung in der papiererzeugenden
Industrie steht die Pappenindustrie und die mit ihr verbundene Holzschlifferzeugung.
 Abgesehen vön einem geringen Anteil, den einige der
konzernierten Zellstoffl- und Papierbetriebe an der Pappenproduktion
haben, ist eine Konzernierung in der Pappenindustrie überhaupt nicht
zu beobachten. Ihr fehlt der von der Zellstoff- und Massenpapierproduktion
 ausgehende großkapitalistische Antrieb, und sie zeigt auch
sonst eine geringere Kapitalintensität und Betriebskonzentration.
Gemessen an der Produktionsmenge sind die größeren Betriebe
der Pappenindustrie identisch mit den Maschinenpappenbetrieben, die
kleineren mit den Handpappenbetrieben. Die Maschinenpappenbetriebe,
an deren Kartonmaschinen wie bei der Papierfabrikation Trockenpartien
 angeschlossen sind, die es ermöglichen, die Pappenbahn sofort
nach der Herstellung zu trocknen, erreichen ungleich größere Produktionsmengen
 als die Handpappenbetriebe, in denen der Pappenbogen naß
mit der Hand von der Maschine genommen, gepreßt und in Trockenkanälen
 oder Trockenhäusern getrocknet wird. Legt man jedoch die
Zahl der Arbeiter zugrunde, so verschiebt sich das Bild dadurch, daß
die Handpappenbetriebe für die Herstellung derselben Produktionsmenge
 eine erheblich größere Anzahl Arbeiter benötigen als die
Maschinenpappenfabriken. Es gibt Maschinenpappenfabriken, die im
Verhältnis zu anderen Maschinenpappenfabriken als kleine Betriebe zu
bezeichnen sind, obwohl ihre Produktion in einem bestimmten Zeitraum
größer ist als die einer bedeutenden Handpappenfabrik, welche aber
wiederum mit Rücksicht auf die Zahl ihrer Maschinen und der beschäftigten
 Arbeiter in der Klasse der Handpappenfabriken als größerer Betrieb
 angesehen werden muß. Die derart grundsätzlich verschiedene
maschinelle Ausrüstung und Arbeitsintensität trägt in die Betriebsgrößenstruktur
 der Pappenindustrie ein starkes Beharrungsvermögen.
Zwar unterliegen viele Sorten der Handpappe einer allmählichen Sub-\

 Vgl. Zweiter Teil, II, 1.