Erzeugnisses gegenüber den Verhältnissen vor ungefähr 20 Jahren eine
Ersparnis von etwa 25 bis 50% der Arbeiterzahl.
Von einer umfassenden Ausnutzung dieser Maschinenentwicklung
ist die papiererzeugende Industrie jedoch noch weit entfernt. Die
Normalmaschinen wurden bis vor einigen Jahren noch mit etwa 2 bis
3m Breite gebaut, und auch heute noch laufen zahlreiche Maschinen mit
1,5 bis 2m. Teils ist die Verwendung der kleineren Maschinen bedingt
durch die Spezialisierung und die Bedarfsgestaltung, zum großen Teil
aber auch durch die Lücke, die Kriegs- und Nachkriegszeit im technischen
 Ausbau gerissen haben, und durch die gegenwärtige Kapitalnot.
Die deutsche papiererzeugende Industrie ist eine alte Industrie, die auf
eine organische Entwicklung angewiesen ist. Die technische Entwicklung
 aber hat in der Kriegs- und Nachkriegszeit in der Maschinenausbildung
 Fortschritte gemacht, die ein organisches Wachstum weit überholt
 haben. Nur für gut fundierte und meist größere Werke ist die
nunmehr in einem plötzlichen Übergang notwendig gewordene Einführung
 größerer Aggregate tragbar.
So sehr aber auch in der papiererzeugenden Industrie Rationalisierung
 in der Hauptsache und im wesentlichen mit einer Vergrößerung
der Aggregate identisch ist, so bleibt für die anderen Werke doch auch
außerhalb dessen noch ein großes Feld der Modernisierung. Auf eine
bessere Ausnutzung der bestehenden Kapazität sind die anderen, kapitalschwächeren
 Werke angewiesen. Dies kann in sehr vielen Fällen durch
Auswechseln einzelner Maschinenteile, durch schnelleren Kocherumschlag
und vieles andere geschehen. Immerhin bringt die große Entwicklung,
die die Papiermaschinentechnik genommen hat, für die zurückbleibenden
Betriebe eine Verschiebung des Produktionsprogramms mit sich. Sie
müssen auf eine Produktion höherer Spezialisierung oder geringeren
Bedarfsvolumens übergehen; in ihr aber können sie volleistungsfähige
und hochrationalisierte Betriebe darstellen.
Neben der Ausbildung der eigentlichen Fabrikationsmaschinen hat
das maschinelle Zubehör der Fabrikation, insbesondere die
Dampf- und Kraftwirtschaft, die Hilfsstoffgewinnung, die Roh- und
Hilfsstoffrückgewinnung und das Zu- und Abbringungswesen ebenfalls
große Verbesserungen erfahren. In der Zellstoffindustrie ist es gelungen,
 den durchschnittlichen Kohlenverbrauch je 100 kg Zellstoff, der
im Mittel der Jahre 1910 bis 1914: 152 kg betrug, bis zum Jahre 1927
auf rd. 120kg im Mittel herabzudrücken. Im Jahre 1921 betrug er
infolge der heruntergewirtschafteten Kesselanlagen und des zwangsweisen
 Bezuges minderwertigen Rohmaterials noch 232 kg. '
Bei dem starken Heiz- und Kraftbedarf der papiererzeugenden
Industrie war die Verkuppelung der Kraft- mit der Wärmewirtschaft
derart, daß die Dampfmengen zunächst arbeitsverrichtend ausgenutzt
werden, bevor sie in die Heizleitungen kommen, schon in der Vorkriegszeit
 weitgehend durchgeführt. Die entscheidenden Fortschritte sind in
der Wärme- und Kraftwirtschaft selbst erzielt worden. Neben der
Kohlenstaubfeuerung, der Anwendung von hochgespanntem Dampf und
Anzapfdampf, der Verwendung von Gegendruckdampfmaschinen und
-turbinen sind die Einführung von Wärmespeichern und der elektrische

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