In der Nebenproduktgewinnung ist die des Alkohols die wichtigste.
Die Ausbeutemöglichkeit an Alkohol wird auf 30 bis 401 je Tonne Zellstoff
 angegeben. Der Reingewinn wird nach einem neuen Verfahren
und unter amerikanischen Verhältnissen für das Jahr 1923 auf etwa
8% des Preises von 1t Zellstoff berechnet‘), ist jedoch für europäische
Verhältnisse wesentlich geringer. Die Alkoholerzeugung als Nebenprodukt
 der Zellstoffproduktion wurde in Deutschland erst während
des Krieges aufgenommen. Im Jahre 1918 wurde die Spiritusherstellung
nach dem Eckström-Verfahren in 15 Anlagen in Norwegen und Schweden,
in 12 Anlagen in Deutschland und Österreich und einer Anlage in den
Vereinigten Staaten betrieben. Die deutsche Produktion hat seitdem
weitere Fortschritte gemacht und ist von rd. 41000hl 1917/18 auf
295 000 hl 1928/29 gestiegen bzw. von rd. 2% auf rd. 9% der Gesamtbranntweinproduktion
 Deutschlands. Die Produktion verteilt sich jedoch
durch die Kontingentsbeschränkung auf nur wenige Unternehmungen
and nützt auch deren Kapazität bei weitem nicht aus. Waldhof,
Aschaffenburg, Koholyt und Feldmühle hatten an der Sulfitspirituserzeugung
 des Jahres 1927 allein einen Anteil von mehr als vier
Fünftehln.

Tabelle 53
Die Sulfitspirituserzeugung Deutschlands 1916/1917—1928/1929?)
fin hl)

nn m | 1 — Sn
Jahr Sulfitspirituserzeugung ‘ Gesamtspirituserzeugung

1916/17
1917/18
1918/19
1919/20
1920/21
1921/22
1922/23
1928/24
1924/25
1925/26
1926/27
1927/28
1928/29

6 765
41 088
32 078
17 453
50 955
31 897
134 397
170 387
200 000
202 344
253 894
248 723
294. 905

2019 563
2 349 580
L165 042
621 478
ı 937 754
1270 654
2 022 913
1 550 508
1 839 468
2229 916
1 870 667
2 806 413
2 9492 7392

Besondere Bedeutung kommt in der papiererzeugenden Industrie
der Rationalisierung des Zu- und Abbringungswesens zu. In der
idealen Form kommt das Holz auf mechanischen Transportanlagen zum
Lagerplatz, vom Lagerplatz in die Schäler und Schleifer, wird, ohne
Ausarbeitung auf Zylindermaschinen, vom Schleifer durch die Sortierung
und Eindiekvorrichtungen in die Holländer, dann in die Bütten und auf

1) Ralph H. McKee in “Paper Trade Journal”, 11. Oktober 1923. Gesamtselbstkosten
 für 1 Gallone 95% Alkohol bei einer Ausbeute von 1 Vol. % der Sulfitablauge
 in einer 100 t Sulfitzellstoffabrik 26,17 cts. Verkaufspreis 36 cts. Reingewinn
(Kohlenersparnis durch Verfeuerung der eingedickten Sulfitablauge vorausgesetzt)
= 4,22 $ auf 1 t (907 kg) = etwa 8% des Preises von 1 t Sulfitzellstoff,
2) 1916/17—1918/19 ehemaliges Reichsgebiet, ab 1919/20 heutiges Reichsgebiet,

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