lie Papiermaschine gepumpt, so daß das Holz in einem Gange, ohne in
lie Hand genommen zu werden, bis zum fertigen Papier verarbeitet
wird. Doch ist dies nur in modernen Betrieben durchführbar. Eine entsprechende
 Umstellung alter Anlagen ist unmöglich, bei ihnen können
aur jeweils Teile des Zu- und Abbringungswesens mechanisiert werden.
[m allgemeinen ist das Zu- und Abbringungswesen noch der am
wenigsten rationalisierte Produktionsabschnitt der Industrie. Eine
Rationalisierung erfordert hier hohe und langsam verzinsbare Kapitalien,
 so daß gerade diese Rationalisierung in besonderem Maße eine
Frage der Kapitalneubildung und -verbilligung ist. Die technischen
Grenzen der Rationalisierung liegen allein im Sortieren und Zählen des
Papieres, das nach wie vor nur von Hand zu machen ist.
Die Ausnutzung der gegenüber der Vorkriegszeit in der papiererzeugenden
 Industrie so stark gestiegenen Rationalisierungsmöglichkeiten
 dürfte bei jedem Werk verschieden sein. Im Nutzeffekt der
Arbeitsersparnis läßt sich für den Durchschnitt der Gesamtindustrie
 feststellen, daß die von 1913 bis 1929 um rund ein Drittel
zestiegene Bruttoproduktion mit der gleichen Zahl der Vollarbeiter
arreicht ist (Tab. 54).
Am stärksten ist die Produktionsmenge je Vollarbeiter in der
Strohzellstofferzeugung und in der Holzschlifferzeugung gestiegen, und
zwär je um mehr als die Hälfte. In der mit den Großbetrieben der
Massenpapierproduktion verbundenen Holzschlifferzeugung dürfte die
Steigerung des Arbeitseffekts noch bedeutend größer sein. Die durchzchnittliche
 Kopfquete bei der Holzschlifferzeugung wird in besonderem
Maße beeinträchtigt durch die große Zahl der kleineren Betriebe, die
sich, selbst wenn sie modern eingerichtet sind, wegen der geringen ihnen
zur Verfügung stehenden Kraft auf kleinere Aggregate beschränken und
daher verhältnismäßig wesentlich mehr Arbeiter beschäftigen müssen.
Auch in der Pappenfabrikation, die insgesamt eine Produktionssteigerung
 je Vollarbeiter von noch nicht 10% zeigt, ist dieser Durchschnitt
stark gedrückt. Bei den Maschinenpappenbetrieben dürfte die Modernisierung
 bedeutend größere Fortschritte gebracht haben; die verhältnismäßig
 geringe Produktionssteigerung ist auf die große Zahl der Handpappenbetriebe
 zurückzuführen. Die kleineren Handpappenbetriebe sind
schon ihrer ganzen, Betriebsstruktur, besonders ihrem Betriebsumfange
nach nicht in der Lage, die auf Massenfabrikation und Arbeiterersparnis
 eingestellten Maschinen zur Verwendung zu bringen. Allein
die größeren Handpappenbetriebe weisen eine den Maschinenpappenfabriken
 gleichende Rationalisierungsmöglichkeit auf, nur daß auch sie
wie die übrigen Handpappenbetriebe von der Zylinderpappenmaschine
an überwiegend auf Handprozesse angewiesen sind. Ein größerer
Maschinenpappenbetrieb und ein größerer Handpappenbetrieb stehen bei
zleicher Arbeiterzahl in einem Produktionsverhältnis von ungefähr 4 : 1.
Außerdem ist in der Handpappenindustrie eine Rationalisierung noch
dadurch besonders erschwert, daß man die Handpappenmaschine nicht
wie die Maschinenpappenmaschine beliebig breit machen und ihren
Zylinderdurchmesser beliebig vergrößern kann, — in der Handpappenindustrie
 steht aber ebenso wie in der Maschinenpappenindustrie und in

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