Tabelle
Die Zahl der Vollarbeiter, die Produktionsmengen und die Pro
1927 bis 1929 im

p . Zahl der Vollarbeiter”*)
roduktions- Zu- (+) bzw. Abnahme (—)
zweige in %
927:19138 | 1928:1918 | 1929: 191°

Produktionsmenge**)
Zu- (+) bzw. Abnahme (—)
A
297:1918 1 1928:1918 | 1929:1918

Iolzzellstoff ..
Strohzellstoff .
Tolzschliff. ...
Zapier .......
Pappe .......
Insgesamt | + 1,4 + 2,2 ] — 1,4 | + 24,0 |] + 29,7 ] —+32,0
*) 1 Vollarbeiter = 300 Arbeitstage zu je 10 Arbeitsstunden; vgl. Tab. 8. 5. 12, Tab. 9, S. 14.

cn

4

+ 98,3
E187
421,8
24,35
° 4m 9

1 97,0 | + 44,8
F27,2 | + 21,4
1542 |-+ 26,4
'80,7 | + 32,0
1909 |+ 16,2

der gesamten papiererzeugenden Industrie grundsätzlich die Rationalisierungsmöglichkeit
 in Proportion zur Größe der Aggregate.
In der Holzzellstoffindustrie beträgt die Produktionssteigerung je
Vollarbeiter rd. 29 % und in der reinen papiererzeugenden Industrie
rd. 37%. Bei der überwiegend großbetrieblichen Struktur der Holzzellstoffindustrie
 ist deren verhältnismäßig geringe Produktionssteigerung
 je Vollarbeiter besonders auffallend. Doch erklärt sie sich dadurch,
Jaß die Holzzellstofferzeugung schon vor dem Kmiege stark arbeitsaxtensiv
 aufgebaut war und die Haupttendenz ihrer Rationalisierung
seit der Vorkriegszeit mehr auf der Durchbildung der Neben- und Hilfsbetriebe
 und auf der Einrichtung von Laboratorien gelegen hat. Für
die modernen Großbetriebe der Papiererzeugung, insbesondere der
Massenpapiererzeugung, ist anzunehmen, daß sie weit über dem Durchschnitt
 des Rationalisierungsstandes der übrigen Werke liegen. Bei
ihnen macht sich geltend, daß der erst jetzt in vielen anderen Industrien
begonnene Übergang von der Einzelstückanfertigung zur Fließarbeit in
der Papiererzeugung in einer bereits mehr als hundertjährigen Ausbildung
 steht. Er begann mit der Erfindung der Langsieb- und Rundsiebmaschine,
 die die zur Herstellung eines Papierblattes erforderlichen
Tandarbeitsvorgänge in einem Gesamtmechanismus vereinigte, in dem
statt der einzelnen Blätter in gleichmäßigem Flusse eine fortlaufend
andlose Papierbahn erzeugt wird, und er hat in den modernsten Papiermaschinen,
 die bei gewaltigem Leistungseffekt ein Minimum an menschlicher
 Arbeitskraft erfordern, die vollendetste Gestaltung gefunden.
Gegenüber dem Auslande dürfte der Rationalisierungsstand der
Jeutschen papiererzeugenden Industrie nicht zurückgeblieben sein. Von
len Großbetrieben der Zellstoffindustrie und der mit ihr verbundenen:
Papiererzeugung ist der Vorsprung, den die ausländischen Industrien
besonders in Nordamerika während der Kriegs- und Nachkriegszeit gewonnen
 haben, zumeist wieder aufgeholt worden. Auch für die Großbetriebe
 der Druck- und Schreibpapierfabrikation und der mit ihnen
zerbundenen Holzschlifferzeugung gilt das gleiche. Mit den nordischen

M4
luktionsmenge je Vollarbeiter in der papiererzeugenden Industrie
Vergleich zu 19183
; Zu (+) bzw. Abnahme (—)
Produktionsmenge | der Produktionsmenge
ie Vollarbeiter je Vollarbeiter
int EL in %
1928 | 1929 _|1927:1918 |1928:1918 |1929:1918

1918 | 1927

51,8 59,3 65,4 66,9 +14,4 + 26,3 + 29,1
38,9 48,7 55,8 58,8 +25,2 + 43,5 +51,1
70,1 97,4 94,8 106,7 +2838,9 + 35,2 + 52,2
27,7 34,6 36,0 „38,0 + 24,7 + 29,7 + 86,8
+7,00 40,2 | _ 39,2 40,0 + 8,6 + 6,1 + 81
37,1 45,8 | 47,1 | 49,7 | + 22,2 | + 26,9 | + 33,9
\
**) Vgl. Tab. 13, S. 17.

Konkurrenzindustrien, Schweden, Norwegen und Finnland, hält die
deutsche papiererzeugende Industrie auch im Durchschnitt der Halbzeug-
 und Massenpapierfabrikation zumindest gleichen Stand. Auch
'm Rationalisierungsstand der Feinpapierherstellung hält die deutsche
Papiererzeugung selbst bei ihrer durch Spezialisierung und Bedarfszolumen
 besonders ausgeprägten Eigenart jeden internationalen Verzleich
 aus. Sie zeigt sich den leistungsfähigen Feinpapierindustrien
Frankreichs, Englands und auch der Vereinigten Staaten gewachsen, in
ihren besten Werken auch in vielem überlegen. Ebenso ist der Durchschnitt
 der Maschinenpappenbetriebe den ausländischen Unternehmungen
durchaus gleichwertig; selbst mit den großen Maschinenpappenfabriken
der Vereinigten Staaten, die, mit der Pappenverarbeitung verbunden, auf
Höchstleistungen der Massenproduktion abgestellt sind, könnten sich die
besten deutschen Maschinenpappenbetriebe messen, wenn sie einen entsprechenden
 Markt hätten. Auch die vielen Handpappenbetriebe einschließlich
 der Handgraupappenbetriebe stehen hinter den entsprechenden
Betrieben des Auslandes keineswegs zurück. Nicht in Betracht kommt
}ür einen internationalen Vergleich ein Teil der kleineren Handelsholzschliffbetriebe.
 Sie bieten, auch abgesehen von ihrer Kapitalnot, schon
wegen ihrer geringen Betriebskräfte meistens nicht die genügenden Vorıussetzungen
 einer durchgreifenden Rationalisierung.
Ein zahlenmäßiger Vergleich des internationalen Rationalisierungsstandes
 auf Grund der Produktions- und Betriebsstatistiken der einzelnen
 Länder ist nicht angängig. Abgesehen von der notwendigen
Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit lassen die inter-1ationalen
 Verschiedenheiten der produktions- und betriebsstatistischen
Erhebungen allzu große Fehlermöglichkeiten offen. Immerhin ist festzustellen,
 daß die deutsche papiererzeugende Industrie in der mengenmäßigen
 Arbeitsleistung je Kopf hinter wichtigen anderen papiererzeugenden
 Industrien der Welt zurücksteht. Hierbei ist jedoch nicht zu vergessen,
 daß die Berechnungen immer nur ein Bild der durchschnittlichen
Arbeitsleistung geben und daß die deutsche papiererzeugende Industrie