Anteils der Frauen an der Zahl der beschäftigten Personen erschließen.
Aber dieser Vergleich ist infolge der veränderten Systematik der Gewerbezählung!)
 nur für die Zellstoff- und Holzschliffindustrie und nur
für beide insgesamt möglich.

Tabelle 57
Der Anteil der Frauen an der Zahl der beschäftigten
in der Papierhalbzeugindustrie 1907 und 1925

‚Tahr

Beschäftigte
Personen

absolut

von weiblich
in %_ der Gesamtzahl

Personen

1925 | 28858 ı 9514 | 8,7
1907 20108 1736 8.6

Es ergibt sich, daß sich in der Halbzeugindustrie der Anteil der
Frauen an der Zahl der beschäftigten Personen kaum geändert hat.
Ungefähr dasselbe wird man in der Halbzeugindustrie für den Anteil der
weibliehen Arbeiter an der Gesamtarbeiterzahl annehmen können. Auch
in der Ganzzeugindustrie dürfte der Anteil der weiblichen Arbeiter an
der Gesamtarbeiterzahl ungefähr derselbe geblieben sein. Nur in der
Pappenindustrie hat sich durch den Rückgang der Handpappenfabrikation,
 an deren Trocknungsanlagen im Gegensatz zur Maschinenpappenfabrikation
 insbesondere Arbeiterinnen Verwendung finden, die Beschäftigungsmöglichkeit
 für weibliche Arbeiter verringert; ihre Beschäftigung
bei der Sortierung von Altpapier und. zum Ausmessen und zur Satinierung
 der Pappen ist jedoch nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Der Anteil der jugendlichen Arbeiter ist gegenüber der Vorkriegszeit
 stark gefallen. Grundsätzlich trifft dies für alle Klassen der
jugendlichen Arbeiter zu. Bei der geringen Lohnspanne zwischen den
Jugendlichen und den Vollarbeitern fehlt nach Arbeitgeberauffassung
der wirtschaftliche Anreiz, Arbeiter unter 20 Jahren anzustellen. Soweit
jugendliche Arbeiter eingestellt werden, geschieht es meist nur, um sie
als „Pressensteher‘“ auszubilden und ihnen den Aufstieg zum Maschinenführer
 zu ermöglichen. Besonders stark aber ist, da man sie nur in der
Tagschicht einsetzen kann, der Anteil der Jugendlichen von 16 bis 18
und von 14 bis 16 Jahren zurückgegangen, zumal die letzteren auch für
eine Verwendung an den Maschinen nicht in Frage kommen.
Die Struktur der Arbeiterschaft nach ihrer Qualifikation
zeigt in allen vier Zweigen der papiererzeugenden Industrie ein starkes
Überwiegen der ungelernten und angelernten Arbeiter. Sieht man als
ungelernte Arbeiter nur diejenigen an, die die Hof- und Transportarbeiten
ausführen und die am Holländerboden Hilfsdienste leisten, so entfällt
auf die ungelernten Arbeiter allerdings schätzungsweise nur ungefähr
ein Fünftel der Gesamtbelegschaft. Zählt man zu ihnen aber auch alle
Arbeiter bis zu einem Vierteljahr Anlernzeit, so ergibt sich für die ungelernten
 und die in diesem Sinne angelernten Arbeiter ein Anteil von
mindestens zwei Fünfteln. Auf die gelernten Facharbeiter dürfte ein
‘) Vgl. Erster Teil, I, 1, 8.7.

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