Anteil von ungefähr einem Fünftel der Gesamtbelegschaft entfallen, der
Rest von zwei Fünfteln ist als mehr oder weniger angelernte Facharbeiterschaft
 anzusehen. Der qualifizierte Facharbeiter stellt somit,
so wichtig er in der papiererzeugenden Industrie auch ist, zahlenmäßig
ein verhältnismäßig geringes Kontingent der Gesamtarbeiterzahl. Auf
die für die papiererzeugende Industrie charakteristischen Arbeiterberufe
entfallen nach der amtlichen Berufszählung sogar nur rd. 12% der
Arbeiterschaft, rd. 131% % entfallen auf Betriebshandwerker und Hilfsberufe.
 der ganze Rest auf sonstige Arbeiter.

Tabelle 58
Die berufliche Struktur der in der Papiererzeugung
tätigen Arbeiterschaft 1925

1. Arbeiter in charakteristischen Berufen .........
davon: Maschinisten und Maschinenführer ...........0.. ..
Maschinenarbeiter an Holzbearbeitungsmaschinen ... .
Holländermüller ...
Kocherwärter .....
2. Betriebshandwerker und Hilfsberufe .
davon: Schlosser ...........
Heizer ..........,.
Maurer ...........
Monteure usw. ..
Kutscher ..........
Zimmerleute .........
Schmiede ......
Tischler ...-3,
 Übrige Arbeiter ......
Arbeiter insgesamt ..

423...

13 937
8.927
2882
1 649
479
15 247
4031
2316
1388
1231
895
892
878
8832
83 501
112 685

Den geringsten Anteil an gelernten Arbeitern hat die Holzechleiferei,
 in der fast ausschließlich ungelernte Arbeitskräfte beschäftigt
werden, und gelernte und auch angelernte Arbeiter nur in geringer Zahl
vorhanden sind. Ähnlich liegt es bei der Zellstofferzeugung, während
in der Ganzzeugherstellung mit zunehmender Feinheit der Produktion
auch die Zahl der Facharbeiter steigt, so daß speziell in der Feinpapierproduktion
 sogar eine ausgesprochene Arbeitsorientierung Platz greift.
[n der Pappenindustrie ist wiederum für die Maschinenpappenindustrie
der Anteil der gelernten Facharbeiter an der Gesamtbelegschaft beleutend
 größer als für die Handpappenindustrie, in der der angelernte
Arbeiter eine weit größere Rolle spielt als der gelernte.
Gegenüber der Vorkriegszeit ist in der Zellstoff- und Holzschliffindustrie
 der Anteil der gelernten Arbeiter eher geringer als größer
zeworden, da je Produktionseinheit die zunehmende Verwendung größerer
Maschineneinheiten insbesondere gelernte Arbeiter freigesetzt hat.
Ebenso liegt es in der Papierindustrie. Anders verhält es sich dagegen
zum Teil in der Pappenindustrie, die durch den Rückgang der Handpappenfabrikation
 insgesamt stärker maschinisiert ist als vor dem
Kriege: dies bedingt aber nicht nur eine Umstellung von der weiblichen