Eine Beschaffung ausländischer Facharbeiter kommt
bei der hohen Betriebstechnik und vielseitigen Spezialfabrikation der
deutschen papiererzeugenden Industrie nicht in Frage. Doch wurde vor
dem Kriege durch die höheren Löhne und die Ausbildungsmöglichkeit
stets eine große Zahl von Arbeitern nach Deutschland gezogen, besonders
 aus dem ehemaligen Österreich und Polen. Infolge der behördlichen
Genehmigungspflicht hat aber heute diese Einwanderung sehr stark abgenommen,
 wie auch umgekehrt wegen der Einwanderungsschwierigkeiten
 des Auslandes die Abwanderung deutscher Arbeiter nur mehr in
vereinzelten Fällen vorkommt.
Eine besondere Organisationder Arbeitnehmer besteht
in der papiererzeugenden Industrie nicht. Sie sind angeschlossen: dem
Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands (Hannover), dem Zentralverband
 Christlicher Fabrik- und Transportarbeiter (Berlin), dem Hirsch-Dunckerschen
 Gewerkverein Deutscher Fabrik- und Handarbeiter
(Berlin), dem Zentralverband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen
 Deutschlands (Berlin) und die Heizer und Maschinisten christlicher
 Richtung dem Christlichen Metallarbeiterverband Deutschlands
(Duisburg). Über die zahlenmäßige Zugehörigkeit der Arbeiter der
deutschen papiererzeugenden Industrie zu den einzelnen Organisationen
macht der Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands mit Stichtag vom
k Juli 1929 und für 917 Betriebe mit 107 998 Beschäftigten folgende
ngaben:

Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands .
Zentralverband Christlicher Fabrik- und
Transportarbeiter . . . 0. 0... 4
Hirsch- Dunckerscher Gewerkverein Deutscher
 Fabrik- und Handarbeiter. . . (359)
Andere freie Gewerkschaften . ,‚ ... . 14989
Andere gegnerische Gewerkschaften 735

54 870 Arbeiter
(5 624)

44

2”
”

”

Insgesamt, 66577 Arbeiter

Diese Aufstellung beruht auf Meldungen von Vertrauensmännern
des Verbandes der Fabrikarbeiter aus den einzelnen Betrieben. Abweichend
 davon geben für denselben Stichtag der Zentralverband
Christlicher Fabrik- und Transportarbeiter 9402 und der Hirsch-Dunckersche
 Gewerkverein Deutscher Fabrik- und Handarbeiter
1964 Mitglieder aus der papiererzeugenden Industrie an.
Ein Vergleich der Struktur der Arbeiterschaft der deutschen papiererzeugenden
 Industrie mit denen des Auslandes ist nur begrenzt möglich.
Für einige wichtige ausländische Industrien läßt sich der Anteil der
weiblichen Arbeiter an der Gesamtarbeiterschaft und für die schwedische
paplererzeugende Industrie der Altersaufbau der Arheiterschaft feststellen
 (vgl. Tab. 59 und 60).

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