nur um rd. 24 % erhöht. Je Tonne ergibt sich für 1913 ein Selbstkostenaufwand
 von rd. 10 M und für 1928 von rd. 15,75 RM, folglich
eine Steigerung von rd. 55:%. Demgegenüber zeigen die Holzeschliffpreise
 vorstehende Entwicklung (siehe Tabelle 70, S. 115).
Der obige Selbstkostenaufwand ist berechnet für den Gesamtdurchschnitt
 der Holzechliffindustrie. Wie verschieden aber gerade in der
Holzschliffindustrie die Verhältnisse liegen, zeigen folgende Selbstkostenangaben
 für den Durchschnitt der kleineren und mittleren
Handelsschleifereien.

Tabelle 71 .
Die Selbstkostenverteilung in der Holzschliffindustrie 1928
(Durchschnitt der mittleren Handelsschleifereien mit Wasserkraft)

Betriebskosten

Holz ......
“öhne.....-Jehälter.
 000000 k er kb kaG
3etriebs- und Handlungsunkosten .....
Verkerhaltung....... .
«bschreibung s.........0..00 10. .
‘ilze, Siebe, Schmiermittel, Steine ....
Abfuhrkosten -

Insgesamt

Selbstkosten
(in %)

45
28
} 11
4,5
7
3
1,5
100

Die hauptsächlich mit Wasserkraft arbeitenden kleinen und
mittleren Handelsschleifereien sind wesentlich ungünstiger gestellt als
die durchweg mit Großkraftschleifern versehenen und in der Hauptsache
 mit Dampf oder elektrischer Kraft angetriebenen Großunternehmen.
 Vor allem wird ihr Lohnkonto durch die Notwendigkeit stark
belastet, auch bei schlechtem Wasserstand den Arbeiterstamm zu halten.
Daneben zwingt die unregelmäßige Wasserkraft zu starker Lagerhaltung,
 und der verkehrsmäßig meist ungünstige Standort erfordert
besondere Abfuhrkosten. Im wesentlichen vermögen allein die billige
Wasserkraft und der günstigere Holzbezug diese Holzschlitfbetriebe noch
zu erhalten. Doch ist die Existenz dieser Unternehmungen, die vielfach
 abgelegenen Gebieten die einzige Arbeits- und Verdienstmöglichkeit
bieten, stark gefährdet. Dem weit überwiegenden Teil aber die
Existenzfähigkeit zu erhalten, ist auch, rein ökonomisch gesehen, notwendig.
 Viele Papierbetriebe sind auf die Holzechlifflieferungen der
Handelsholzschleifereien unbedingt angewiesen, sei es, daß diese standortsmäßig
 ihre einzige Bezugsquelle sind, sei es, daß diese allein die
Nachfrage nach kleineren, qualitativ differenzierten Mengen befriedigen
können. Die Großkraftschleifereien und auch der Import kommen nur
für große, qualitativ einheitliche Liefermengen in Frage, so daß sie die
Handelsholzschleifereien in deren Domäne der Qualitätsholzschlifferzeugung
 nicht zu ersetzen vermögen.

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