50 bis 60% bei 100 km und 30 bis 50 % bei 300 km aufweist, und für
feine Pappen entsprechend von 140 bis 190 Zi und 120'% bis 150 %
(vgl. Tab. 81).
Besondere Forderungen zur Frachtlage werden von der Pappenindustrie
 nicht gestellt. Die Papierindustrie weist auf die Schwierigkeit
 kin, daß sie in den Normalwagen wegen deren geringer Quadratmeterladefläche
 nicht 15 t auszuladen vermag. Damit ihr die Ausnutzung
der Normalklasse von 15 t gewährleistet ist, verlangt sie die Aufnahme
von Papier, vor allem von Rollenpapier, in das Verzeichnis der Güter
für großräumige Wagen und eine verstärkte Zuteilung dieser Wagen.
Denn auch beim Tarif 10 b, bei dem allein bisher der Industrie die Benutzung
 der großräumigen Wagen zugebilligt ist, scheitert deren Benutzung
 praktisch daran, daß nicht genügend großräumige Wagen vorhanden
 sind. Außerdem erstrebt die Papierindustrie eine Detarifierung
der Masse des Papiers aus Klasse B, die bisher den größten Teil ihres
Verkehrs umfaßt, nach Klasse C, da bei dem jetzigen Stande die Papierindustrie
 im Vergleich zu anderen Industriegruppen für den größten
Teil ihrer Produkte zu hoch tarifiert sel.

5. Steuerbelastung

Über die Steuerbelastung der papiererzeugenden Industrie liegt
einwandfreies Material nicht vor. Besondere Schwierigkeiten erwachsen
 der Industrie vor allem durch die Steuerbelastung, die auf dem
tuhenden Vermögen liegt. Der große technische Produktionsapparat
erfordert ein Werkerhaltungskonto, das weit über das Ausmaß dessen
hinausgeht, was bei den meisten anderen Industrien erforderlich ist.
Das Maschinenkapital der papiererzeugenden Industrie unterliegt in
besonderem Maße einer starken Abnutzung und fortlaufenden Verbesserungen,
 denen Rechnung zu tragen um 80 schwieriger ist, als die
Maschineneinheiten außergewöhnlich groß sind und immer schon in
wenigen von ihnen fast das ganze Kapital eines Betriebes investiert ist.

6. Eigen: und Fremdkapital

Über das Verhältnis der eigenen und fremden Mittel in der papiererzeugenden
 Industrie liegt authentisches Material nur für die Aktiengesellschaften
 vor. Nach der amtlichen Statistik arbeiteten die Aktiengesellschaften
 der papiererzeugenden Industrie im Jahre 1925 mit 42 A
Fremdkapital. Die papiererzeugende Industrie lag damit über dem
durchschnittlichen Anteil an Fremdkapital, den die Aktiengesellschaften
in der gesamten deutschen Industrie ausschließlich des Bank- und Versicherungsgewerbes
 hatten.
Es ist anzunehmen, daß seit 1925 das Fremdkapital in der papiererzeugenden
 Industrie zugenommen hat und heute über 50% des
Kapitals beträgt. Denn gerade seit dem Jahre 1925 setzte eine starke
Steigerung der Produktion und Modernisierung der Werke ein.

&gt;

ww“