samtausschuß der Pappenfabrikanten Deutschlands, zusammengefaßt.
Der Gesamtausschuß gliedert sich in folgende Fachgruppen für Holzund
 Altpapierpappen:

Maschinenlederpappe,
Maschinenholz- und Graupappe,
Handlederpappe,
Handholzpappe,
Handgraupappe,
Spezialpappen.

Für Strohpappe und Rohdachpappe bestehen selbständige Örganisationen,
 da für sie wegen der andersgearteten Rohstoffe auch eine andersgeartete
 Preispolitik erforderlich ist.
Grundsätzlich gilt für die Kartellierung der Pappenindustrie das
gleiche wie für die Packpapier- und Spezialpapierfabrikation. Mit der
für eine Kartellierung ausnehmend günstig liegenden Zeitungspapiererzeugung
 ist in der Pappenfabrikation nur die Rohdachpappenfabrikation
 zu vergleichen, die ebenfalls durch eine die Massenherstellung
begünstigende Gleichartigkeit, durch eine scharfe Abgrenzung im Vertrieb
 und durch die damit verbundene Kontrollmöglichkeit ausgezeichnet
ist. Ihr Absatz wird durch den Verband Deutscher Rohpappenfabriken,
 der rd. 80% der Produktion erfaßt, syndikatmäßig
 geregelt. Bei den übrigen Pappensorten dagegen sind ebenso
wie in der Papierfabrikation die zahlreichen Qualitäts- und Preisstufen
sehr kartellhemmend. Diese Hemmungen werden noch verstärkt durch
das Vorherrschen der kleineren Betriebe, insbesondere der Handpappenbetriebe,
 und durch die geographische Zersplitterung. Leicht aufkommende
 Konkurrenz, mangelnde Kalkulation sind daher in der
Pappenfabrikation noch mehr als in der Papierfabrikation die Feinde
einer kartellmäßigen Absatzregelung. Während in der Papierindustrie
rd. 70%! des Inlandabsatzes verbandsmäßig gebunden sind, sind es in
der Panpvenindustrie nur rd. 30 %.
In der Fachgruppe Maschinenholzpappe besteht der Verband
Deutscher Kartonfabriken G. m. b. H., dem das Alleinverkaufsrecht
 für rd. 9 Firmen und rd. 77%i der Produktion zusteht.
Die Fachgruppe Handlederpappe hat den Verband Deutscher
HKandlederpappenfabriken G. m. b. H. gegründet, der zwar
in Sachsen noch keinen Boden gefaßt hat, aber in Süddeutschland rd.
30% und in Ost- und Mitteldeutschland rd. 60% der Produktion umiaßt.
 Ebenfalls Syndikateform hat die in der Fachgruppe Spezialpappen
 entstandene Vereinigung Deutscher Kofferhartplatten-Fabriken
 G. m. b. H., der fast alle deutschen Kofferhartplattenfabriken
 angehören, die aber durch rückgängige Qualitätsanforderungen
 zunehmend unter Außenseiterkonkurrenz leidet. In der
Fachgruppe Spezlalpappen besteht ferner die Vereinigung Deutscher
 Preßspanfabriken, die jedoch nur ein loses Preis- und
Konditionskartell darstellt. Auch die in der Fachgruppe Maschinenledernpappe
 entstandene Vereinigung der deutschen Ma-|

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