Bedeutung als Zellstoffüberschußland zurückgegangen. Deutschland ist
der einzige bedeutendere Zellstoffexporteur, der gleichzeitig eine verhältaismäßig
 große Zellstoffeinfuhr hat. Diese ist trotz einem Zollsatz,
der vertraglich gegenüber der Vorkriegszeit (von 3 M, v. 1,25 M auf
3 RM, v. 1,75 RM) erhöht worden ist, um ein Vielfaches gestiegen und
ließ Deutschland 1929 nur mehr einen Zellstoffausfuhrüberschuß von
noch nicht 10% seiner Prodüktion. Der Zollschutz, der durch das
Ännische Handelsabkommen auf v. 1,50 RM gesenkt worden ist, ist nach
Aussage der Industrie selbst in der alten Höhe unzureichend.
Deutschland zeigt mehr als in der Vorkriegszeit das Bild einer ausgeglichenen
 Zellstoffwirtschaft; der Gesamtverbrauch ist stärker gestiegen
 als die Produktion, so daß sich die Differenz beider verringert
hat. Doch ist der Verbrauch allein aus inländischer Produktion
achwächer gestiegen als diese, so daß sich die Differenz dieser beiden
Größen erhöht hat. Die Ursachen beider Erscheinungen liegen in der
verschärften Weltmarktkonkurrenz, wie die im Verhältnis zur Gesamtausfuhr
 der Welt nur geringe Steigerung der deutschen Zellstoffausfuhr
and die starke Steigerung der deutschen Zellstoffeinfuhr zeigen. Die
Gefahr, die Deutschlands Zellstoffindustrie schon in der Vorkriegszeit
bedrohte: von den durch Holz- und Wasserreichtum sowie die Transportlage
 bevorzugten Zellstoffindustrien in ihrer Entwicklung gehemmt
zu werden. hat zugenommen.

Tabelle 90
Verhältnis der Zellstoffeinfuhr zur Zellstoffausfuhr!)
1926 — 1930 und 1913
(Pos, 650 b, 650 c)?2)

Jahr

1913
1926
1927
1928
1929
9230

Zellstoff (650b)

Menge 1 Won a

29
24
66
65 |
1

A

2:
61
68 |
890
a6

Stroh-, Esparto- und ;
anderer Faserstoff (650 c)

Menge | Wert

0,2 0,8
1,1 1,1
5,5 5,7
0,5 0,6
19 0.0

Die deutsche Zellstoff einfuhr kam in der Vorkriegszeit zu über
90% der Menge und des Wertes aus Schweden, Österreich-Ungarn,

') Einfuhr in % der Ausfuhr.
?) 1913 war der Außenhandel von Stroh-, Esparto- und anderem Faserstoff
mit Holzzellstoff in einer Position Vena Ab 1926 ist er als Pos. 650c aus der
Pos. 650b herausgenommen worden. Die rennung zeigt, daß der Außenhandel mit
Stroh-, Esparto- und anderem Faserstoff nur in der Ausfuhr einige Bedeutung hat.
Es handelt sich bei ihm in der Einfuhr 1928 um rd. 400 t im Werte von 0,14 Mill.
AM, 1929 um rd. 40 t im Werte von 0,017 Mill. RM und in der Ausfuhr 1928 um
-d. 7800 t im Werte von 2,4 Mill. RM, 1929 um rd. 8500 t im Werte von 2,8 Mill.
U E EM die Einfuhr gleich Null und die Ausfuhr rd. 8500 t im Werte von
2,7 Mill, %

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