mit des Zellstoffverbrauches im Rahmen der Welttextilproduktion nicht
allzu stark beeinträchtigen können. Doch ist für die gesamte Zellstoffmarktlage
 bemerkenswert, daß die Weltproduktion bereits mehrfach dem
Bedarf, wenn auch nur zeitweilig, stark vorauseilte. Dies kennzeichnet
die Gefahr, die bei der Struktur des Weltzellstoffmarktes die europäische
Zellstoffproduktion bedroht und unter ihr insbesondere die deutsche
Zellstoffindustrie, die wieder dem starken quantitativen Übergewicht
der nordeuropäischen Länder gegenübersteht.
Bei der Bedrohung der europäischen Zellstoffindustrien läge ihr
organisatorischer Zusammenschluß zur gemeinsamen Regelung des Absatzes
 nahe; sie scheiterte aber bisher vor allem an der mangelnden
Kontrahierungsfähigkeit Schwedens, dessen Zellstoffindustrie verbandsmäßig
 noch sehr zersplittert war. Doch hat die Organisation der
schwedischen Zellstoffindustrie gerade in jüngster Zeit durch die Interessenahme
 des Kreuger-Konzerns große Fortschritte gemacht. Auch hat
— unter dem Gedanken eines Zusammenschlusses der europäischen Zellstoffindustrien
 gewertet — die Gründung der deutschen Zellstoffabrik
in Finnland ein besonderes Aussehen, und die bereits erfolgte Vereinbarung
 der am 1. April 1928 adhoc gegründeten Deutschen Sulfitzellstoff
 G. m. b. H. mit der tschechoslowakischen Zellstoffindustrie, die die
tschechoslowakische Zellstoffausfuhr nach Deutschland preis- und

Tabelle 93
Die Holzschliffaußenhandelsbilanz Deutschlands 1913 u. 1925—1930
(Pos. 650 al und a2}

Ausfuhr- (+) |
bzw.
Einfuhr- (-)
üharschuß

Jahr IProduktion]

Einfuhr | Ausfuhr

1918 |!
1925
1926
1927
1928
1929
19820

(in Mill. M/RM; 1918 = 100)
67 100' 0,36 100 0,65 100 0,29
125 187 2,22 610 0,47 72 1,75
116 173 0,835 97 1,52 238 1,17
119 178 0,39 106 0,33 50 0,05
130 :94 1,59 488 0,26 89 1,83
182 197 0,58 147 0,26 40) 0,27
0.11 21 036 55! 0.26

1913
1925
1926
1927
1928
1929
1Q20

fin 1000 ** 1973 - - 100)
3,6 100 7,5 100
15,0 414 5,8 77
2,2 69 19.8 257
28 10442 56
.6,5 458 2.9 39
4,9 186 3,2 43
0,9 25'511 68
4) Doch vgl. den zweiten Teil. I. 8

#
4'

2.9
Yo

L

49

Verbrauch
 *)

66,7 100
126,8 190
114,8 172
119,1 179
131,3 197
132.3 198

670,1 100
745,9 111
709,5 106
817,2 122
850,8 127
849.9 1927

Anteil der
Ausfuhr | Einfuhr
an
Ver- | Probranch
 ‘ Anktign

(in %o)
10 | 0,5
0,4 1,8
1,3 0,3
0,8 0,3
0,2 1,2
9.2 0.4

(in 9/0)
1,1 0,5
0,8 2,0
2,7 0,3
0,5 0,5
0,3 1,9
0.4 0,6

wer
la 8