Tabelle
Erzeugung und Ausfuhr der wichtigsten Zeitungs-(in


Länder

19920 _
Ye | Ausfuhr
Fe Ausfuhr | Zen
zeugung

Deutschland ..............
Schweden s...............
NOorWegeN ......000.0000400-Onlanı
 wu; zn RE REEN
Usterreich. ...............
Tschechoslowakei.........
Niederlande ........ .. ..
Knglan“

556
256
195 |
210

156
198 |
172
174
41e

545
‚212
180
205
52
41°
67
586%)

141
160
167
172
14
30
86
800—900°)

6869) _
2800—2400%!

Europa insmesamt**)......

900-1000! 2100—2200°)

Vereinigte Staaten........ 1392) 17 1284 10
Kanada s..00eree 2472 2282 2190 | 2006
Neufundland.............. 256 . 210 | .
Japal. esse ne “54 52 934 N 50°)
Insgesamt................ | 7800) | 8800) | 6100) | 82009
*) Schätzungen, — **) Außer den aufgeführten Ländern haben in Europa als Produzenten, nicht
rd. 80000 t, 1929 auf rd. 120000 t und Italien, Rußland, Belgien, Spanien und Portugal, deren

Die Papierholzländer zeigen somit im Zeitungspapierexport ein
noch stärkeres Übergewicht als in der Gesamtpapierausfuhr, jedoch
nicht so stark, wie man bei ihren Produktionsvorzügen annehmen
müßte. Es ist vornehmlich der Rückhalt eines starken Binnenmarktes,
also der Vorteil unmittelbarer Absatzorientierung gegenüber der Rohstofforientierung
 der Papierholzländer, der sowohl der großbritannischen
 als auch der deutschen Zeitungspapierindustrie Konkurrenzfähigkeit
 verleiht. Am stärksten zeigt sich die Bedeutung des Binnenmarktes
 in der Lebensfähigkeit der großbritannischen Zeitungspapierindustrie.
 Sie ist auf die Einfuhr von Halbzeug angewiesen, kommt
also bei noch so modernen Anlagen doch immer zu höheren Gestehungskosten
 als die gemischten Betriebe der anderen Länder, die das Papierholz
 in kontinuierlichem Arbeitsgange aufarbeiten können. Die großbritannische
 Zeitungspapierindustrie muß sich darum einen starken
Einbruch auf ihren Binnenmarkt gefallen lassen, vermag sich aber
durch vielfache und enge konzern- und kapitalmäßige Verflechtung
mit dem Zeitungsgewerbe‘) trotzdem ohne Zollschutz zu halten und
durch die Zollvergünstigungen auf den Märkten seines Dominiums im
bedeutenden Umfange am Export teilzunehmen. Im Gegensatz zu der
großbritannischen fehlt der deutschen Zeitungspapierindustrie eine Verbindung
 mit dem Zeitungsgewerbe. Sie unterliegt ferner zwar nicht
den Nachteilen des Halbzeugimports, aber denen des Rohstoffimporte.

') Vgl. den dritten Teil, IL, 2.

S BihBiası
; a5
1926 1925 19184 4.
N Er- A
Er- t Er- | Er A ab Küstalr
zeUBUHR | Ausfohr tl Ausfuhr zeugung | #A9$ zeieung |

“

102
papierexportländer der Welt 1913 und 1925—1929
1000 t) Ä

514 135 459 126 455 99
216 172 27 174 211 178
188 13 1=6°) 189 156
187 175 | 170 144 174 149
60 ++ 607) 18°) 42 .
809) 2708 17 ; .
65 ; 7 2 61 | 26
640% 07 A 508 119

98 |
0 |

35
62
67
70

5764) | 98+

3100—2200%

2000%)
1876 11 1218
1890 1788 | 17%
184 174 1°
_222 29 998
56005 | 2900) | 51009 | 26009

700—800°

18
1608
108

1418 21 . 46
1394 1340 . 265 4)
88 72 45

Aber als Exporteure, noch einige Bedeutung: Frankreich, dessen Zeitungspapierproduktion 1928 auf
Produktion auf je rd. 30—50 000 t veranschlagt werden muß. — 7) Druckpapier insgesamt.

Dafür genoß sie einen Zollschutz von 6 RM (rd. 20%; ad valorem).
Dieser ist jedoch durch das finnische Handelsabkommen auf 5 RM
(knapp 17% ad valorem) gesenkt worden, während sich in Großbritannien
 starke Bestrebungen geltend machen, einen Zollschutz für
Zeitungsdruckpapier einzuführen.
Die Ausfuhr der deutschen Zeitungspapierproduktion erfolgt fast
restlos durch den Verband Deutscher Druckpapier-Fabriken und zu
einem geringen Teil durch die Vereinigten Ringfreien Zeitungsdruckpapier-Fabriken.
 Indem die Verbände für die ihnen vertragsmäßig von
den Mitgliedern zu liefernde Gesamtproduktion einen einheitlichen Verrechnungspreis
 vergüten, gleichgültig, ob das Papier auf den Inlandsoder
 Auslandsmarkt kommt‘), sind sie in der Lage, einen geringeren
Exporterlös mit größeren Inlandsgewinnen zu kompensieren. Das Entscheidende
 an den Preisverhältnissen im In- und Auslande?) aber ist,
daß die deutsche Zeitungspapierindustrie nur zu rd. 25 bis 30 %ı ihrer

‘) Vgl. den dritten Teil I, 3.
2) Legt man den z. Z. eines deutschen Höchstpreises von 81,00 RM niedrigsten
 Weltmarktpreis für Zeitungspapier fob Verschifrungshafen (Oslo) von 11,10 £
per 1016 kg (55 g je qm) zugrunde (1927), so ergibt sich nach Angabe der Industrie
unter Hinzurechnung der seinerzeitigen Fracht von 20'/, sh cif  Tondon 12/10/6 £
oder free delivered London 18/5/0 £. Bei einem £-Kurs von 20,40 RM entspricht
dies einem Preise von 255,50 RM, bzw. 270,80 RM je t. Rechnet man hierzu einen
10% igen Aufschlag als Ausgleich für das um 5 g (= 10%) schwerere Gewicht,
so stO lt sich der Sndpültige Preis cif London auf 281,05 RM, free delivered London
auf 297,80 .

RR”