weitert werden und hat als Kennzeichen der Zugehörigkeit die in der
Praxis der Zollämter sehr ungewisese Bestimmung eines mindestens
5öprozentigen Holzschliffgehaltes erhalten. Die Einfuhr selbst ist zwar
gering, um so stärker aber macht sich eine marktstörende Auswirkung
durch Offerten geltend. Letzteres zeigt sich auch bei der Pergamentarsatzpapiereinfuhr
 aus Position 655 B 4. Der tatsächliche Import ist
im Verhältnis zur Produktion zwar noch nicht allzu groß, der Zollschutz
von 9 RM reicht aber gegenüber den Konkurrenzofferten der Tschechoslowakei,
 Skandinaviens und Finnlands nicht aus, zumal diese Länder
auf Grund höherer Inlandspreise mit starken Dumpingofferten auftreten.


Außer durch die Packpapiereinfuhr der Positionen 655 B 4 und 654
ist der deutsche Binnenmarkt durch die Auslandskonkurrenz nicht
wesentlich beeinträchtigt. Der Zollsatz für die übrigen Pa piersorten
 beträgt generell 20 RM für geripptes und gekrepptes, und
12,50 RM für anderes Papier gegenüber 10 M im Jahre 1913. Eine Gefährdung
 besteht unter den übrigen Papieren allein für echt Per gamentpapier,
 für das der Zollsatz von 12,50 RM auf v.9 RM
(rd. 6.%' ad valorem) herabgesetzt worden ist,. und vor allem für
Zigarettenpapier und Karton papier. Für die Zigarettenpapier
 industrie wurde der Zollsatz ursprünglich von 12,50 auf
40 RM erhöht und sodann wieder auf v. 25 RM (rd. 9% ad valorem)
erniedrigt. Hier treten die Tschechoslowakei, Italien und Frankreich
mit größeren Lieferungen in Deutschland auf, gegen die die deutsche
Zigarettenpapierindustrie, die erst im Kriege bedeutender geworden ist,
nur schwer ankommen kann. Die deutsche Zigarettenpapierindustrie
ist gegenüber ihren Konkurrenten in doppelter Weise benachteiligt. In
der Rohstoffbeschaffung ist sie wegen des ungenügenden Inlandaufkommens
 von kräftigen Leinenlumpen auf die Einfuhr angewiesen und
in dem arbeitsintensiven Herstellungsprozeß selbst durch die höheren
Löhne vorbelastet. An sich wäre die deutsche Zigarettenpapierindustrie
 bereits in der Lage, den Inlandverbrauch zu decken. Dasselbe
trifft für den Kartonpapier verbrauch zu. Nur liegt hier die Benachteiligung
 der deutschen Industrie darin, daß ‘die Vereinigten
Staaten zugleich mit ihren Kontoreinrichtungen, Kartotheken usw. das
Papier mitliefern und der deutsche Verbraucher aus Gewohnheit. oder
gebunden durch Garantieversprechungen amerikanisches Papier weiterverbraucht.
 Es liegt hier gleicherweise an den Verbrauchern und den
Erzeugern, diesen Markt für die deutsche Produktion auszubauen.
Im Verhältnis zur Ausfuhr hat die Einfuhr, abgesehen von Packpapier
 und Kartonpapier, gegenüber der Vorkriegszeit fast durchweg
an Bedeutung verloren. In fast allen Positionen aber zeigt sich die
Einfuhr im Durchschnitt höherwertig als die Ausfuhr (vgl. Tab. 108).
Schwieriger als die Auslandskonkurrenz auf dem Binnenmarkt gestaltet
 sich für die übrigen Papiersorten die Weltmarktkonkurrenzlage.
Der nächst dem Zeitungsdruck- und dem Packpapiermarkt wichtigste
Papiermarkt ist der für Druckpapier außer Zeitungsdruck.
 Dieser Markt weist grundsätzliche Abweichungen gegenüber

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