sonstigem Druckpapier sowohl auf den einzelnen Märkten als auch insgesamt
 ein sehr schwankendee Bild. Insgesamt betrug sie 1926 fast
las Dreieinviertelfache, 1927 fast das Doppelte und 1929, nachdem sie
1928 auf fast das Anderthalbfache zurückgegangen war, fast das Zweisinviertelfache
 des Vorkriegsstandes.
Wie der Weltmarkt für Druckpapier außer Zeitungsdruckpapier,
so ist auch der Weltmarkt für alle weiteren Papiersorten dadurch gekennzeichnet,
 daß die Zahl der Exportkonkurrenten jeweils kleiner ist
als auf dem Zeitungsdruckpapier- und dem Packpapiermarkt, die Konkurrenz
 selbst aber keineswegs geringer. Kanada und Neufundland
scheiden auch hier so gut wie ganz aus, und Finnland kommt nur im
Karbonpapier- und im holzfreien Schreibpapierexport eine größere Bedeutung
 zu. Dafür aber steht, Norwegen in der Schreib-, Seiden- und
Pergamynpapierausfuhr, besonders in allen‘ dünnen Papieren dieser
Art, und Schweden in der Pergament-, Tapetenroh- und Zeichenpapierausfuhr
 an führender Stelle. Eine unbestrittene Stellung auf dem Weltmarkt
 genießt Deutschland in keiner seiner Papiersorten. Wo Norwegen
 und Schweden, die wichtigsten Konkurrenten, an Bedeutung
verlieren, treten andere Länder in den Vordergrund, so besonders Österreich
 und die Niederlande in der Ausfuhr von Schreibpapier, Großbritannien
 in Schreib-, vor allem in. Hadernschreibpapier und in Löschpapier,
 die Vereinigten Staaten in Karton- und Photographischem
Papier, Belgien ebenfalls in photographischem Papier und in
nolzfreiem Schreibpapier und in Pergamentpapier, die Niederlande
in Strohpapier, endlich Frankreich, die Tschechoslowakei und Japan
in Spezialseidenpapieren. Die einzigen Papiere, in denen Deutschland
auf dem Weltmarkt keine Bedeutung hat, sind die Massensorten
der konfektionierten Papiere. Mit ihren Herstellern, Österreich,
ler Tschechoslowakei, Italien und neuerdings auch Japan und Jugo-3lawien
 vermag Deutschland nur in einzelnen hochwertigen konfektionierten
 Papieren zu konkurrieren; so mit den Dürener Papieren, da bei
der arbeitsintensiven Herstellung dieser Papiere der Lohnvorsprung
der anderen Länder zu groß ist. Überhaupt ist in allen geringwertigen
Papieren und in allen Massenerzeugnissen für Deutschland die Wettbewerbslage
 am schwersten. Mit der Zunahme der an das Papier gestellten
 Anforderungen hingegen gewinnt die deutsche papiererzeugende
Industrie an Boden, so daß sie in allen besonders hochwertigen
Papieren, vor allem in jeder Art von technischem Papier nach Güte
und Menge ihrer Leistungsfähigkeit den führenden Platz auf dem Weltmarkt
 einnimmt. Die Qualifikation der deutschen Papierarbeiterschaft.
an Intelligenz und Geschicklichkeit kommt hier gleicherweise zum Ausdruck
 wie die Erfahrungen einer von jeher bedeutenden. ijahrhundertealten
 papierindustriellen Betätigung.
‚ Wie Tabelle 109 zeigt, hat die deutsche Papierausfuhr eine in Anbetracht
 der allgemeinen Preissteigerung und im Verhältnis zur Mengenveränderung
 nur geringe Wertveränderung erfahren, Der
vornehmlichste Grund dafür liegt in dem Konkurrenzkampf auf den
Auslandsmärkten. Die deutsche Papierindustrie erzielt im Exvort-\

