ungefähr der deutschen, in der allerdings feines Seidenpapier nicht
enthalten ist. Wie von der norwegischen Druckpapierausfuhr, so wird
auch von der norwegischen Packpapierausfuhr der niederländische
Markt, nächst Großbritannien Deutschlands wichtigster Absatzmarkt
für Packpapier, erst neuerdings seit einigen Jahren stärker bestritten.
Großbritannien dagegen ist, 1929 mit einem Mengenanteil von 56 %
der norwegischen Ausfuhr, auch für Norwegen der wichtigste Absatzmarkt.
 Großbritannien nahm im Jahre 1929 von beiden Ländern ungefähr
 dieselben Mengen wie im Jahre 1913 auf. Gegenüber dem Jahre
1926 aber hat sich die deutsche Packpapierausfuhr nach Großbritannien
wie im Vergleich zur schwedischen, so auch im Vergleich zur norwegischen
 überaus ungünstig entwickelt; sie verlor rd. 17 000 t, während
Norwegen in der gleichen Zeit seine Packpapierausfuhr nach Großbritannien
 um fast 8000 t steigern konnte. Außer auf diesen Märkten
und dem deutschen Markt selbst ist die norwegische Konkurrenz noch
in Australien, Frankreich, Brit.-Südafrika, Japan und China von
größerer Bedeutung, Ländern, nach denen Deutschland selbst nur wenig
liefert WE Tab. 128).
Die Packpapierausfuhr Norwegens nach China besteht weit überwiegend
 aus Seidenpapier. China übertrifft damit als Absatzmarkt
norwegischen Seidenpapiers sogar noch Großbritannien; ein Vergleich
mit der deutschen Seidenpapierausfuhr ist nicht angängig, da die
deutsche Ausfuhr von grobem Seidenpapier in der deutschen Packpapierausfuhr
 enthalten ist.
Die Pap pen ausfuhr Norwegens, einschl. der Ausfuhr von Karton
aller Art (rd. 11000 t), betrug im Jahre 1929 mit rd. 16000 t noch
nicht den fünften Teil der deutschen, die allerdings größere Mengen
Stroh-, Altpapier- und Hadernpappe umfaßt. Sie stellt aber trotzdem
in ihrem Hauptbestimmungsland Großbritannien und ihren nächstwichtigsten
 Absatzmärkten, Argentinien, China, Japan, eine wichtige
Konkurrenz für Deutschland dar. Im Jahre 1929 betrug die norwegische
Ausfuhr nach Großbritannien rd. 12000 t. nach Argentinien, China,
Japan insgesamt rd. 2000 t.

e) Finnland

Die papiererzeugende Industrie Finnlands, vor dem Kriege bei
weitem die kleinste der drei nordischen Staaten, steht der norwegischen
 papiererzeugenden Industrie im Umfange nur mehr wenig nach.
Sie ist seit der Vorkriegszeit nicht nur zu einer starken Weltmarktkonkurrenz,
 sondern auch zu der stärksten Binnenmarktkonkurrenz der
deutschen papiererzeugenden Industrie geworden. Die Vorteile, auf
denen Schwedens und Norwegens Konkurrenzkraft beruht, hat Finnland
 in noch erhöhtem Maße. Finnland ist das holz- und wasserreichste
Land Europas. Die Wasserkräfte sind weit regelmäßiger und stärker
als die deutschen und geben der finnischen Industrie einen wesentlichen
Vorsprung, insbesondere gegenüber der deutschen Holzschliff- und
Pappenindustrie. Hinzu tritt die Gunst der Transportlage, die für
Bezug und Absatz einen fast ausschließlichen Wassertransport erlaubt.

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