dieser Steigerung seiner Papierhalbzeugausfuhr bei weitem die Entwicklung
 der beiden anderen nordischen Länder. Im Zellstoffexport hat
es Norwegen, das vor dem Kriege fast den dreifachen Export wie Finnland
 hatte, um über die Hälfte überflügelt und rd. ein Drittel der gewaltigen
 schwedischen Zellstoffausfuhr erreicht. In der Holzschliffausfuhr
 allerdings bleibt es noch weit hinter Schweden und hinter
Norwegen zurück.
Nicht gleich günstig wie die Entwicklung der finnischen Halbzeugausfuhr
 scheint die Entwicklung der finnischen Ganzzeugaus
 fuhr zu sein. Die Pappenausfuhr Finnlands hat erst 1929 wieder
den Vorkriegsstand erreicht; die Papierausfuhr ist zwar von 146 000 t
auf 244000 t gestiegen, aber im wesentlichen nur durch eine Steigerung
 der Druckpapierausfuhr von 70000 t auf 174 000 t, während die
Packpapierausfuhr wiederum von 66 000t auf 40 000 t gefallen ist. Das
Bild des finnischen Papierganzzeugexports wird jedoch verschleiert
durch den Wegfall des russischen Marktes, der in der Vorkriegszeit
für Finnland ausschlaggebend war. Während Rußland gegenüber der
Vorkriegszeit wesentlich mehr finnisches Papierhalbzeug (Zellstoff
1913: 4000 t, 1929: 36 500 t; Holzschliff 1913: 13 800 t, 1927: 18 100 t)
einführt, nimmt Rußland heute bedeutend geringere Mengen Papierganzzeug
 aus Finnland auf (Pappe 1913: 13 600 t, 1929: 178 t; Druckpapier
 1913: 64700 t, 1929: 32400 t und Packpapier 1913: 48 600 t,
1929: 0 tt). Berücksichtigt man diesen Ausfall Rußlands, so ergibt
sich für die finnische Ausfuhr (außer nach Rußland) bei Pappe eine
Steigerung von rd. 40000 auf 54000 t, bei Druckpapier eine Steigerung
 von rd. 5000 t auf 141 000 t und bei Packpapier eine Steigerung
von rd. 17500 t auf 40000 t. Die Steigerung der Packpapierausfuhr
dürfte noch größer sein, da sie für 1913 einschl. Kartusch- und
Makulaturpapier angegeben ist, während sie 1929 nur Umschlagpapier
umfaßt. Die Entwicklung des finnischen Exportes ohne Rußland ist
um 8o beachtenswerter, als der Wegfall des russischen Marktes für
die finnische Industrie nicht nur den Ausfall eines Absatzmarktes,
sondern auch die Entwertung eines großen Teiles des Produktionsapparates
 bedeutete. Gerade auf den russischen Bedarf bzw. die von
Rußland verlangten Qualitäten waren die Maschinen der finnischen
Industrie eingestellt, und es war deshalb nicht ohne weiteres möglich,
die früher nach Rußland abgesetzten Mengen auf andere Märkte zu
leiten; eine schwierige technische Umstellung war erforderlich, bevor
die alten Absatzgebiete erweitert und neue gewonnen werden konnten.
Den stärksten Erfolg ihrer Umstellung zeigte die finnische Industrie
 bisher auf dem Markt für Zeitungsdruckpapier. Vor
dem Kriege gingen von der Zeitungspapierausfuhr Finnlands (insgesamt
 rd. 70000 t) 65 000 t nach Rußland, 4000 t nach Großbritannien
und Irland und 1000 t nach Deutschland. 1929 war Finnland in Großbritannien,
 den Vereinigten Staaten und Argentinien mit 48000 t,
30 600 und 15 400 t vertreten. Ebenso ist Finnland neu eingedrungen
in den französischen, holländischen und belgischen Markt, sowie in
die Überseemärkte Brasilien, China, Japan, Britisch-Ostindien und

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