Staaten diese Einfuhr bald in Wegfall kommen. Auch in der Einfuhr von
Tapetenpapier und fett- und wasserdichtem Papier
machen sich die Vereinigten Staaten in zunehmendem Maße von der Einfuhr
 unabhängig. Betroffen wird dadurch in beiden Papierarten besonders
 Deutschland, ‘in Tapetenpapier außerdem Großbritannien,
Frankreich und Kanada, in fett- und wasserdichtem Papier Belgien,
Frankreich und Skandinavien.

Die Ausfuhr der Vereinigten Staaten tritt nicht nur gegenüber
 der großen Eigenproduktion und der Einfuhr der Vereinigten
Staaten selbst, sondern auch in ihrer allgemeinen Weltmarktbedeutung
stark zurück Eine Holzechliffausfuhr fehlt, die insgesamt geringe Zellstoffausfuhr
 entfällt überwiegend auf Kanada; sie hat allerdings in den
letzten Jahren stark zugenommen und geht neuerdings auch in größeren
Mengen nach Japan und Großbritannien. Die Papierausfuhr ist zwar
hinsichtlich der verschiedenen Papiersorten nächst der deutschen eine
der vielseitigsten, doch bleibt auch sie insgesamt ohne größere Bedeutung
 und konkurriert im wesentlichen nur, allerdings in den letzten
Jahren ebenfalls stark zunehmend, in Kanada und in Mittel- und Südamerika.
 Allein die Pa ppen ausfuhr der Vereinigten Staaten hat eine
größere Weltmarktbedeutung. Als Pappenexporteur der Welt stehen
die Vereinigten Staaten, 1929 mit rd. 46 000 t nächst den Niederlanden
(Strohpappenexport), Deutschland und Finnland vor Schweden und
Österreich. Fast die Hälfte der Ausfuhr fällt Kanada zu; daneben sind
Großbritannien und Japan in besonders hochwertiger und China und
Mittelamerika in geringwertiger Pappe die wichtigsten Abnehmer.

f) Großbritannien.
Die papiererzeugende Industrie Großbritanniens war ursprünglich
in Anlehnung an die alte Textilindustrie des Landes in ihrer Rohstoffversorgung
 weitgehend bevorzugt. Mit Aufkommen der Holzverarbeitung
 jedoch wurde sie stark benachteiligt. Das Fehlen des wichtigsten
Rohstoffes verhinderte die Entstehung einer eigenen Holzhalbzeugindustrie,
 Bestehen und Entwicklung der großbritannischen papiererzeugenden
 Industrie ist seitdem entscheidend abhängig von dem ungehemmten
 Halbzeugimport. Im Falle einer Holz- oder Holzstoffnot
wäre Großbritannien ganz auf seine Kolonien, namentlich Kanada,
angewiesen, und die Frage bleibt offen, welche Wirkungen durch eine
solche Zwangslage für die englische Papierindustrie entstehen könnten.
Von Großbritannien werden deshalb fortlaufend alle erdenklichen Anstrengungen
 gemacht, um insbesondere in seinen Kolonien einen neuen
Rohstoff, selbst den Papyrus, wieder zu sichern. Eine gewisse Emanzipation
 von der Holzbasis hat Großbritannien bereits in der Verarbeitung
 der Espartofaser erreicht, die es in großen Mengen aus Algier,
Tunis und Spanien bezieht. Doch ist die großbritannische papiererzeugende
 Industrie nach wie vor weit überwiegend auf die Verarbeitung
von Holzhalbzeug gestellt.

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