Tabelle 139
Die Holzschliff-, Zellstoff- und Espartoeinfuhr Großbritanniens
in 1000 6!) 1913, 1927, 1929

1929 | 1927 ! 1918

Holzschliff*) .....0...0..
Zeilstoff**). .....0.0.0000
Esvarto. .

977 867 575
687 | 588 | 418
815 994 208

*) Weit überwiegend Holzschliff feucht, — **) Weit überwiegend
Zellstoff trocken.

Der Zellstoff- und Holzschliffimport kommt weit überwiegend aus
den drei nordischen Ländern. Diese lieferten 1929 rd. 80 % der Zellstoff-
 und rd. 95 % der Holzschliffeinfuhr, in Zellstoff ist Schweden
(1929 rd. 45%), im Holzschliff Norwegen (1929 rd. 50 %) das Hauptversorgungsland.
 Neben Schweden, Norwegen und Finnland hat in der
großbritannischen Zellstoffeinfuhr nur noch Deutschland (1929 rd. 8 %),
in der Holzechliffeinfuhr nur noch Kanada (1929 rd. 5:%) einige Bedeutung.

Trotz ihrer mangelnden Roh- und Halbstoffbasis ist die großbritannische
 papiererzeugende Industrie nächst der deutschen die größte
unter den europäischen papiererzeugenden Industrien, Die Produktion
 der papiererzeugenden Industrie Großbritanniens belief sich im
Jahre 1924 auf rd. 1,26 Mill. t Papierganzzeug im Werte von rd.
31.6 Mill. £. Sie verteilte sich auf die einzelnen Arten gemäß Tabelle 140.
Ein Vergleich der Produktion des Jahres 1924 mit der Vorkriegszeit
 ist in der Unterteilung der Tabelle 140 nicht möglich, da die
früheren Erhebungen nicht in detaillierter Form vorgenommen wurden.
In der Tabelle 141 sind deshalb von jeder Hauptgruppe die Mengen und
Werte für die Jahre 1924 und 1912 so zusammengestellt worden, daß
sich eine gewisse Vergleichsmöglichkeit ergibt. Dabei ist zu berücksichtigen,
 daß 1924 die Industrie als Ganzes erfaßt wurde, für 1912
aber die Firmen mit weniger als 5 Personen fehlen und auch einige
größere Firmen, deren Bericht bei Ausbruch des Krieges noch ausstand.
Außerdem ist für 1912 das Vereinigte Königreich und für 1924 nur
Großbritannien erfaßt. Die Vergleichsmöglichkeit wird aber durch
diese Differenz nur gering gestört.
Gegenüber der Vorkriegszeit zeigt sich eine starke Steigerung der
Produktion an Druckpapier und Pappe, während die Herstellung von
Pack- und Einschlagpapier im Jahre 1924 nur knapp den Vorkriegsstand
 behauptete und die Produktion der unklassifizierten Papiere sogar
stark gesunken war. Die Steigerung der Druckpapierproduktion und
die Abnahme der Schreibpapierproduktion ist zum Teil auf veränderte
Gesichtspunkte in der Trennung von Schreib- und Druckpapier zurückzuführen.

1) t= 1000 ke.

76°