auch auf dem deutschen Markt, wo es unter dem Namen „Federleicht
Druck“ bekannt ist. Doch ist seine Einfuhr nach Deutschland stark
zurückgegangen, zumal die deutsche Papierindustrie aus Holzzellstoff
ein qualitativ gleichwertiges Papier herzustellen vermag.
Die großbritannische Druckpapierausfuhr geht überwiegend nach
Ländern des Dominiums, vor allem nach Australien und Neuseeland,
lie die großbritannische Zeitungsdruckpapierausfuhr fast restlos aufnehmen.
 Australien ist zugleich auch für die großbritannische Ausfuhr
anderen Druckpapiers als Zeitungsdruck der wichtigste Absatzmarkt;
ihm folgen erst in weitem Abstand Britisch-Südafrika, Britisch-Indien,
Japan, Neuseeland und der Irische Freistaat. Die großbritannische
Druckpapierausfuhr betrug 1929 mit rd. 169000 t rd. 75 '%i der deutschen,
 während sie 1913 mit 95 000 t die deutsche Druckpapierausfuhr
um fast die Hälfte übertroffen hatte. Die verhältnismäßig geringe
Steigerung der großbritannischen Druckpapierausfuhr hat vornehmlich
ihren Grund in dem starken Rückgang der Ausfuhr nach den nichtbritischen
 Ländern, die von rd. 29000 t auf 19 000 t, und nach Britisch-Indien,
 die von rd. 14000 t auf rd. 7000 t gesunken ist. Nach den
übrigen britischen Ländern dagegen ist die großbritannische Druckpapierausfuhr
 von rd. 52 000 t 1913 auf rd. das Zweidreiviertelfache gestiegen.
 Sie übertrifft hier, nicht zuletzt auf Grund ihres Vorzugszolles,
sowohl absolut als auch in ihrer Steigerung gegenüber 1913 bei weitem
die deutsche Ausfuhr.
Nächst Druckpapier ohne Zeitungspapier ist die größte aktive Position
 des großbritannischen Papierganzzeugaußenhandels Schreibpapier,
 dessen Ausfuhr mengenmäßig zwar nur wenig mehr, wertmäßig
 aber über das Doppelte der Einfuhr beträgt. In der Einfuhr von
Schreibpapier sind Norwegen, Deutschland und Finnland die wichtigsten
Herkunftsländer. Doch ist die absolute Bedeutung der Schreibpapierein-[uhr
 erheblich geringer als die der Druckpapiereinfuhr. Auch tritt der
großbritannische Schreibpapierimport gegenüber der eigenen Erzeugung
stark zurück (im Jahre 1924 betrug die Erzeugung 2,3 Mill. Cwts. im
Werte von 5,2 Mill.£, die Einfuhr 0,3 Mill. Cwts. im Werte von 0,2 Mill. £).
Im Gegensatz zu Deutschland hat England eine große Produktion und
Ausfuhr an hochwertigem Lumpenpapier behalten. Intensive Wasserzeichenpropaganda
 und die Einstellung der Abnehmerschaft unterstützen
 den spezifisch englischen Export hochwertigen Hadernpapiers.
Der überwiegende Teil der großbritannischen Schreibpapierausfuhr geht
nach britischen Ländern, insbesondere Australien mit Neuseeland und
Britisch-Indien. Von den außerbritischen Ländern sind Japan, China,
Argentinien und mit besonders hochwertigen Qualitäten die Vereinigten
Staaten die wichtigsten Abnehmer. Die großbritannische Schreibpapierausfuhr
 ist mit der deutschen Schreib-, Brief-, Bütten- und Notenpapierausfuhr
 nur schlecht zu vergleichen. Beachtenswert ist, daß sie, obwohl
sie nur Schreibpapier in großen Bogen umfaßt, 1929 mit rd. 15500 t
im Werte von 0,83 Mill. £, mengenmäßig nur 90%, wertmäßig aber fast
L40 %i der deutschen Asfuhr beträgt.
Die Packpapiereinfuhr ist die wichtigste Papiereinfuhrposition
 Großbritanniens, 1929 rd. 247 000 t. Ihre wichtigsten Herkunftslän-18

 Enquete-Ausschuß, I5, Band 10,

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