der sind die nordischen Länder und Deutschland. Doch ist durch den im
Jahre 1926 eingeführten Packpapierzoll von 162% ad valorem der englische
 Packpapiermarkt stark beengt worden. Der Zoll erschwert vornehmlich
 die Einfuhr von satiniertem und unsatiniertem Packpapier
(anders als Kraftpackpapier), weniger aber die Einfuhr von Kraftpackpapier.
 Im Gegensatz zu dem übrigen Packpapier wird Kraftpapier
in England nur in geringem Umfange hergestellt; für 1924 ist der Anteil
des Kraftpapiers an der englischen Gesamtherstellung von Packpapier
auf nur 3% geschätzt worden. Das englische Kraftpapier bleibt in der
Qualität hinter dem ausländischen Kraftpapier zurück, da in den
anderen Ländern die Zellulose naß verarbeitet werden kann, während
in England die Zellulose trocken eingeführt und wieder eingefeuchtet
werden muß, wodurch die Qualität des Papiers leidet. Im ganzen wird
in England der. Packpapierzoll nicht durchweg günstig beurteilt, da das
Packpapier in großem Umfange Rohmaterial für die weiterverarbeitende
Industrie bildet. Bei Kraftpapier für Verspinnungszwecke, das als
Unterlage für billige Teppiche verwandt wird, ist es der weiterverarbeitenden
 Industrie gelungen, nachträglich eine Ausnahme vom Zoll
durchzusetzen. ‚Außerdem ist Pergament und anderes fettdichtes Papier
zollfrei geblieben,. da hierin der englische Bedarf nur zum Teil durch
eigene Erzeugung gedeckt wird.
Die Packpapierausfuhr Großbritanniens, die 1913 noch 46 000t
betrug, war 1927 auf fast den fünften Teil zurückgegangen, ist seitdem
aber wieder auf rd. 13 000 t angestiegen. Es ist vornehmlich die schwedische
 Kraftpapierausfuhr, die dem großbritannischen Absatz auf dem
Inlandsmarkt als auch auf dem Auslandsmarkt, insbesondere in den britischen
 Ländern, starken Abbruch getan hat.
Außer den genannten. Papierarten fällt im großbritannischen
Papieraußenhandel lediglich noch der Ausfuhr von Lösch papier
eine größere Bedeutung zu, in dem Großbritannien der wichtigste Exporteur
 auf dem Weltmarkt ist. Doch beschränkt sich der Export im
wesentlichen auf die britischen Länder, auf die 1929 von der Gesamtausfuhr
 rd. zwei Drittel entfielen.
.. DiePappeneinfuhr Großbritanniens betrug 1913 rd. 246 000 t,
1929 rd. 332 000 t. An erster Stelle steht die Einfuhr von Strohpappe
(1929 rd. zwei Drittel der Menge, rd. zwei Fünftel des Wertes der
Gesamtpappeneinfuhr), die fast restlos aus Holland kommt. In dem
Import der anderen Sorten, vornehmlich feine Pappe und Card- und
Pasteboard, haben Schweden und Deutschland die Führung. Außer
ihnen sind noch Finnland, Kanada, Norwegen und die. Ver. Staaten verhältnismäßig
 stark an der Einfuhr beteiligt. Von diesen zeigt Kanada
zwar einen leichten Rückgang seines Vorkriegsabsatzes; der Absatz von
Norwegen und den Ver. Staaten aber iet stärker gestiegen als der
deutsche, der norwegische auf über das Doppelte, der der Ver. Staaten
auf das Dreifache.
Die großbritannische Pappeneinfuhr übersteigt bei weitem die
eigene Erzeugung. Diese erstreckt sich aber speziell auf hochwertige
Pappen, während die Einfuhr im wesentlichen aus geringeren: Qualitäten
 besteht. Auch ohne Strohpappe gerechnet beträgt der Einfuhr:

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