gesamt 229 000 t), doch sollen von dem Zeitungsdruckpapierbedarf von
ungefähr 325 000 t für 1930 rd. 150 000 t durch Eigenerzeugung gedeckt
werden und 1932 nur mehr 70 000 t importiert werden; 1929 gegenüber
1928 hat die Zeitungsdruckpapierproduktion Frankreichs um schätzungsweise
 40 000 t zugenommen.
Für die Papierausfuhr stehen Frankreich als Absatzmarkt
seine großen Kolonialbesitzungen offen; im übrigen beschränkt sich
sein Exportinteresse im ‚wesentlichen auf die Ver. Staaten, Südamerika
und Ägypten. Allein in der Ausfuhr von Zigaretten- und Seidenpapier
fällt der französischen papiererzeugenden Industrie eine größere Weltmarktbedeutung
 zu. Doch macht sie neben der .Zeitungs- und Seidenpapiererzeugung
 auch auf allen anderen Gebieten der papiererzeugenden
Industrie, insbesondere auch in der Kraftpapier- und Pappenerzeugung,
große Anstrengungen, ihre Kapazität zu erweitern. Starke Zollsicherung,
 durchgreifende Rationalisierung und Modernisierung, vielfach mit
deutschen Maschinen, und Ausbau der Alpenwasserkräfte auch für die
Zwecke der papiererzeugenden Industrie, sichern ihr in zunehmendem
Maße den Binnenmarkt und lassen erwarten, daß sie auch wieder in
größerem Umfange auf dem Weltmarkte auftreten wird.

1) Italien

Die papiererzeugende Industrie Italiens genießt ebenso wie die
Frankreichs eine weitgehende protektionistische Unterstützung und
starke Zollsicherung. Italien war noch vor kurzem fast ausschließlich
Einfuhrland für Papierganzzeug und tritt jetzt bereits als Exporteur,
hauptsächlich für Zeitungspapier nach Frankreich und für Pappe nach
Ägypten und der Türkei auf. Seine Gesamtganzzeugproduktion wird auf
ungefähr 350 000 bis 400 000 t geschätzt. In Papierhalbzeug ist Italien
fast ausschließlich vom Import abhängig, da das holzarme Italien nicht
die notwendige Papierholzbasis besitzt. Allein das Hadernaufkommen
ist bedeutend und die Grundlage einer entwickelten Feinpapier-, vor
allem auch Zigarettenpapiererzeugung. Neuerdings werden in. Italien
Versuche großen Stils mit der Kultivierung der Pappel betrieben. Die
aus der Pappel gewonnene Holzmasse ist aber nur für die Herstellung
geringer Papiersorten und nur unter Zusatz von Fichtenstoff brauchbar.
 Der Papierhalbzeugbedarf Italiens wird nach wie vor bedeutend
bleiben, zumal seine aufblühende Kunstseidefabrikation den Bedarf
stark erhöht hat.
m) Rußland
Rußland ist durch seine riesigen Waldungen, seine unbegrenzten
Wassermengen und seine großen schiffbaren Flüsse zur Papiererzeugung
 prädestiniert. Der Aufbau einer leistungsfähigen und unabhängigen
 papiererzeugenden Industrie ist deshalb einer der wichtigsten
Punkte im Wirtschaftsprogramm der Sowjetleitung. Doch hat sich
bisher der Ausbau der Industrie entgegen dem von der Hauptverwaltung
 der russischen Holz- und Papierindustrie (Glawesbum) aufgestellten
 Programm noch verzögert, und auch die vielfach neugeschaffenen
 Anlagen haben die erwartete Erzeugung noch nicht ge-2x

