Schwammigkeit nicht immer mit gutem Erfolg praktisch erprobt ist,
harren hier noch der restlosen Erschließung.
Nicht minder große Zukunftsaussichten wie für Südamerika bestehen
 für Indien. Und zwar ist es hier das Bambusrohr, das als
Rohstoff in Frage kommt. Bambusrohr liefert bei einer Umschlagsezeit
von nur 6 Jahren angeblich je Hektar rd. 20 000 kg Trockensubstanz,
während man die Höchstleistung eines Hektars besten Fichtenbodens in
Deutschland auf jährlich rd. 500 kg beziffert. In Nordwest-Burma
glaubt man jährlich 800 000 t Bambuszellstoff bereitstellen zu können:
der Preis je Tonne soll sich für England bei einer Ausbeute von 40.%
des ursprünglichen Gewichts auf noch nicht drei. Viertel des Preises für
skandinavischen Stoff stellen.
Wie in Indien, so wird auch in China Bambus in größerem Umfange
 verarbeitet. Doch beruht hier, in dem Ursprungsland der Papiererzeugung,
 das Schwergewicht der „Industrie“ auf schätzungsweise 2000
bis 3000 Kleinbetrieben, in denen das Papier in der gleichen Weise wie
vor vielen Jahrhunderten hergestellt, wird.

IRK