papier- und Pergamentersatzpapiererzeugung, und für die Holzpappenerzeugung.
 Aber auch hier sind es weniger die Importmengen als vor
allem deren preisliche Auswirkungen, die einen zerstörenden Einfluß
zeigen. Rein mengenmäßig bietet die Außenhandelsbilanz der papiererzeugenden
 Industrie insgesamt ein durchaus günstiges Bild. Die
Ausfuhr- und Ausfuhrüberschußmengen sind fast durchweg bis zu dem
Doppelten und mehr der Vorkriegsmengen gestiegen, doch ist die Ausfuhr
 entsprechend dem Mißverhältnis zwischen der Erweiterung der
Produktion und der Bedarfsgestaltung des Binnenmarktes für viele
Zweige der Industrie eine Notausfuhr.
Die Weltmarktkonkurrenzlage hat sich für die Erzeugnisse
 der papiererzeugenden Industrie gegenüber der Vorkriegszeit
in außerordentlicher Weise verschärft. Der Weltmarkt ist von der
Produktionsseite charakterisiert sowohl durch eine verstärkte Rohstofforientierung
 als auch durch eine verstärkte Eigenproduktion der Absatzmärkte,
 von der Bedarfsseite durch einen erhöhten Anteil der Massenprodukte.
 Während die verstärkte Eigenerzeugung der Absatzmärkte
(mit stark erhöhter Zollsicherung) für alle papiererzeugenden Länder
der Welt den Markt erheblich verengt, trifft die Rohstofforientierung und
die Erweiterung der Massenproduktion insbesondere die deutsche papiererzeugende
 Industrie, die zum großen Teil in der Rohstoffversorgung auf
den Import angewiesen ist und schon von jeher ihr Hauptgewicht in der
Spezial- und Qualitätserzeugung hat. In dieser allerdings ist die
deutsche papiererzeugende Industrie nach wie vor führend. Hierin
kommt die hohe Befähigung und die Tüchtigkeit der Unternehmer- und
der Arbeiterschaft der deutschen papiererzeugenden Industrie wie die
technischen und traditionellen Vorteile einer jahrhundertealten papierindustriellen
 Betätigung gleicherweise zum Ausdruck.

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