Der Skhepticismus. 545 lediglich in äusseren Rücksichten auf theologische Forderungen ihren Grund haben und somit die sachliche Bedeutung des Grund- gedankens nicht berühren. In ihnen kennzeichnet sich nur jene Doppelrolle, zu der — nach Charrons allgemeinem Urteil — der „Weise“ notwendig verurteilt bleibt. „Das Wort, dass alle Welt die Schauspielkunst übt, gilt im eigentlichen und wahren Sinne von dem Weisen, der immer innerlich ein anderer sein wird, als er sich nach aussen zu zeigen vermag.“ (De la sagesse IL, 2.) Aus diesem Satze begreift sich der Gegensatz, der auch Charrons literarische Wirksamkeit durchzieht und der Widerspruch, der zwischen seiner philosophischen Hauptschrift und seinem apo- logetisch-dogmatischen Werke: „Les trois verites“ (1594) bestehen bleibt. 7 S. Sanchez, „Quod nihil scitur“, S, 57f. 0) „Quod nihil scitur.“ S. 96f. ) (La Mothe le Vayer) Cinq dialogues faits a l’imitation les anciens par Orosius Tubero, Mons 1673.