Napoleon III.

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fürs Vaterland. Als der Wunsch geäußert wurde, er möge um
der Ruhe des Vaterlandes willen Frankreich verlassen, ging
er sofort nach England zurück. Von mehreren Departements
in die Nationalversammlung gewählt, erschien er wieder in
Paris. Er hatte nur freundliche Worte für Republik, Frei—
heit und Gleichheit, empfahl sich aber mit den Worten: meiĩn
Name ist ein Symbol der Ordnung, der Nationalität und des
Ruhmes; sollte das Volk mir Pflichten auferlegen, so werde
ich sie zu erfüllen wissen!“ gewissermaßen selbst als Retter
der Gesellschaft vor der drohenden Anarchie. Am 20. Dezember
1848 schwor er, mit 7300000 sStimmen gegen 1300000 zum
Präsidenten gewählt, „der einen unteilbaren Kepublik“ treu
zu bleiben bis an sein Lebensende und alles abzuwenden, was
die Republik schädigen, der Nation einen Tyrannen auf—
zwingen könnte. In der Nacht vom 1. auf 2. Dezember 18651
wurden aber die Führer der orleanistischen, bourbonischen und
republikanischen Parteien, Thiers, Cavaignac, Changarnier,
Camoricière, Victor hugo und viele andere verhaftet und
in Festungen gebracht, die Nationalversammlung, der „herd
der Verschwörungen“, aufgelöst, der Aufstand der Kepublikaner
in der Vorstadt St. Antoine durch Kartätschenfeuer bezwungen.
Trotz dieser blutigen Vorgänge sprachen sich am 20. Dezember
abermals mehr als sieben Millionen Franzosen, teils durch
Handgeld bestochen, teils durch Furcht vor der Anarchie ge—
trieben, teils durch den Namen Napoleon gewonnen, für die
Verlängerung der Präsidentschaft auf zehn Jahre aus. Bald
trat zukage, daß das Oberhaupt der Republik nach der Krone
trachte, wenn auch dieses Verlangen von Seit zu Seit feierlich
in Abrede gestellt wurde. In Bordeaux ließ Couis Napoleon
bei einem Bankett der handelskammer das Wort fallen:
„Læempire c'est la paix!“ Das Naiserreich bedeutet den
Frieden! In vielen Städten ertönte schon der Zuruf: „Vive
Pempereur!“ Und am 2. Dezember 18652 proklamierte ihn
ein neues Plebiszit mit 7800 000 gegen 253 000 sStimmen zum
Kaiser der Franzosen. Das stupide Moment des populären
Namens entschied für einige Jahrzehnte das Schicksal Frank—
reichs und der Welt.
Kaum über eine andere Persönlichkeit der neuesten Geschichte
sind so widersprechende Urteile gefällt worden, wie über Na—
poleon III. „Wir vernehmen die Töne der Bewunderung und