Das deutsche Staatsrecht.

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Reiche eingeführt. Die meisten Gesetze sind später durch
Reichsgesetze ersetzt.
Besonders hervorzuheben: das Militärstrafge—
setzbuch vom 20. Juni 1872 und die Militärstraf—
gerichtsordnung vom 1. Dezember 1898.
174a. Einteilung des Reichsheeres.
Das Heer ist in 23 Armee-Korps eingeteilt: Die
Sitze derselben sind: Königsberg (I), Stettin (ID, Berlin
(JII und Gardekorps), Magdeburg (IV), Posen (V),
Breslau (VI), Münster (VII), Koblenz (VIII), Altona
IX), Hannover (X), Kassel (XD, Dresden (XII, I.
Königlich Sächsisches), Stuttgart (XRqIII, Königl. Württem⸗
bergisches), Karlsruhe (XIV), Straßburg i. E. (XV),
Metz (XVI), Danzig (XVII), Frankfurt a. M. (XVIII),
Leipzig (XIX, 2. Königlich Sächsisches), München (IJ.
Königlich Bayrisches), Würzburg (2. Königlich Bayrisches),
Nürnberg (3. Königlich Bayrisches).
8 18. Reichsmarine.
Die Kriegsmarine des Reiches ist eine einheit⸗
liche unter dem Oberbefehl des Kaisers. R.V. Art. 53,
Abs. 1. Der Kieler Hafen und der Jahde-Hafen sind
Reichskriegshäfen. R.V. Art. 53, Abs. 2.
Die gesamte seemännische Bevölkerung
des Reiches ist vom Dienste im Landheere befreit und zum
Dienste in der Marine verpflichtet. R.V. Art. 53, Abs. 4.
Zur seemännischen Bevölkerung werden gerechnet: Die
Seeleute von Beruf, d. h. Leute, welche min—
destens ein Jahr auf deutschen Fahrzeugen gefahren sind,
die Seefischer, welche die Fischerei mindestens 1 Jahr
gewerbsmäßig betrieben haben, die Schiffshandwerker,
das Schiffsmaschinenpersonal, die Schiffsköche
und Schiffskellner (Stewards). Kriegsdienstgesetz 8 14
und R.G. vom 26. Mai 1893.
Die Pflicht zum Dienst in der Marine wird ein⸗
geteilt in
Meisters Repet. 2./8. Bd.