77 solche „Quellen“ vielfach eine weit lebendigere Anschauung geben, als auch ihre beste Verarbeitung. Wissenschaftlicher Apparat, der doch nur als unnütze Belastung hätte wirken können, ist nach Möglichkeit vermieden worden. Vielmehr sollte versucht werden, ein glatt lesbares Büchlein zu schaffen. Der Kundige bedarf solcher näheren Hinweise nicht, und dem Unkundigen ist durch Bei⸗ zabe des Literaturverzeichnisses am Schluß des Büͤchleins die Möglichkeit geboten, sich leicht näher zu orientieren. Daher ist zuweilen auch nicht angegeben, auf welche wissenschaftlichen Autoritäten sich die einzelnen Aus⸗ führungen stützen. Ganz ausdrüucklich soll auch hervorgehoben sein. daß sich die Darstellung auch in der Form mehrfach an die benutzten Werke anlehnt, ohne daß dies immer kenntlich gemacht worden wäre. Jedoch mußte stets alles aus den Gesichtspunkten heraus verarbeitet werden, die der beabsichtigte Zweck erforderte, wie überhaupt das Büchlein in der Anlage, im Aufbau, in der Durchdringung und Bearbeitung des Stoffes durchaus selbständig ist. Neue Ergebnisse wolle man nicht erwarten; diese zu geben, ist in einer „Festschrift“ nicht nötig, wäre auch auf einem Gebiete, das teilweise so tiesgehend durchackert ist, wie das unsrige, vielfach nicht möglich. Politik zu treiben, wozu bei der Natur des Stoffes mannigfach Anlaß gegeben war, ist mit Fleiß vermieden worden. An Festestagen hat sie zu schweigen. Wie schon erwähnt, ist am Schluß des Büchleins ein Literatur— derzeichnis über die hauptsächlichsten in Betracht kommenden Werke deigefügt worden, ohne daß Vollständigkeit erstrebt worden wãäre. Jedoch ist diese Angabe vielleicht auch allen denen zur schnelleren Orientierung erwünscht, die in kommenden Tagen an festlicher Stelle über die Städte— ordnung und ihre Bedeutung zu reden haben. Im Anhange endlich sind die drei wichtigsten Städteord— aungen in der heute gültigen Fassung abgedruckt worden, in der Annahme, daß es manchem willkommen sein möchte, sich dieses Grundgesetz des Bürgertums bequem zugänglich zu machen. — Schließlich bleibt noch Herrn Rektor Dr. W. Wohlrabe in Halle a. S., »on dem die erste Anregung zu dem vorliegenden Büchlein ausgegangen st, auch an dieser Stelle geziemender Dank auszusprechen.