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mährend die dürftigen Gebirgsbemwohner auch im reichlidhen Jahre nur
or dem Hunger gefehüißt find. Der Lebendige Verkehr auf den Straßen
biefes Landes hat fich eingeftellt, weil {ich die Thäler an wohlgelegener Stelle
Öffnen und die ebene Fläche des Bodens den Transport bequem macht; eben
Siefe {ft 08, welche die Arbeit des Uckerbauers vielfältig erleichtert.
Freilich ift e8 Eeineswegs die Oberfläche des Territoriums allein, welche
im ebenfo maßgebender al8 concreter Weife auf das NMahrungswefen ber
Bölker einwirkt. Die Tiefe der Ackerkrume und insbefondere die Hemifche
Mijchung des Bodens, von welcher auch zum Theil der FeuchtigFeitsgrabd
deffelben bedingt erfheint, iff in ihrem unmittelbar bedingenden Einfluß auf
die Art und die Stärke des Bodenerträgniffes erkannt worden; die Naturz
wiffen{haften haben hier erft in der newveften Zeit für die fichere Erfenntniß
der Fundamente der Bodenproduction die eigentlidhe Bafis geliefert. Indem
bie Chemie ebenfo die Beftandtheile der Semwächfe alg die des Bodens,
auf welchem fie gedeihen, unterfuchte, firebte fie nad) der Beweisführung
über die Nothwendigkeit beftfimmter unorganifcher Stoffe für das Wachsthum
der Pflanzen, woran fich dann als eine unmittelbare Folgerung eine natur:
wiffenfchaftliche Theorie der Bodencultur anreihte 1). Die für das Nahrungsmefen
 der Völker unermeßliche Bedeutung diefes Ergebniffes Fann das
durch nicht gemindert erfcheinen, daß die Bodenanalyfen der großen Chemifer
unferer Zeit in ihren Mefultaten die- erftrebte abfolute Uebereinftimmung
nicht gezeigt haben; Eleine Differenzen find wohl ein natürliches Ergebniß
von Unterfuchungen, die an fehr Eeinen Bodenmengen aus verfchiedenen
Stellen eines SGrundfiücks gemacht werden; die Hauptfache bleibt zudem
immer die Erlenntnif des rechten Weges, auf welchem vorzufchreiten if.
Yud) ift gleichwohl bereits eine Fülle von pofitiven Refultaten zu Tage ge
Fördert worden, fowohl dadurch, daß die Bodenproduction von Irrivegen abs
zemahnt, als dadurch, daß fie auf die rechten Zielpunfte hingeleitet wurde.
Die Ugriculturchemie hat den Willen des Menfchen gebrochen, welcher wähnte,
durch die menfhliche Energie allein dem Boden, ohne Rückficht auf deffen
innere Befchaffenheit, etwas abzwinaen zu Eönnen, hat aber zualeich die

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Val. Schübler: Grundfäße der Agriculturchemie in ihrer Beziehung auf
jand- und forftwirthfchaftliche Gewerbe. 2 Bde, Leipzig 1831. Sprengel:
Bodenkunde u. |. w. Leipzig 1837. Bruhn: Bodenkunde u. f. mw. Dres:
Sen 1841. Liebig: Die Chemie in ihrer Anwendung auf Aaricultur und
Yhyfiologie, Ste Auflage. Braunfchweig 1843. Krußfch: Populärer Ub-:iß
 der Bodenkunde u. f. w. Dresden und Leipzig 1842. Vergl. auch
in dem SKournal für praktifdhe Chemie von ESrbmann und Marchand
Bd. 21 Heft 6): Mulder, über die Humusfubftanzen, und Schmalz:
über die Theorie des Fruchtwechfels, und die Unterfuchung des Kürften von
Zalm: Horitmar (Bs. 46 Hit. 41.