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fich einftellt, dort zwar auch gewonnen, aber nur durch die weit größere AUn-Erengung
 des Menfehen gewonnen wird. Es Eommt hier zunächft nur auf
die Erkenntnif der Differenz anz ihre Bedeutung für die allgemeine Lebens»
entwicklung der Völker Kann in einem wirklichen oder in einem {fheinbaren
Segenfab zu dem Berhältnif ftehen, welches fih auf den erften Blick als
das Sfonomifch günftigere herausftfellt. Mag man nun aber aud) im vers
gleichenden Hinweis auf die Tropenländer und die gemäßigten Zonen einen
extremen Ueberfluß in der natürlichen Productionskraft des Bodens als etwas
ebenfo NMachtheiliges hinftellen, wie den extremen Mangel in den Polar
(ändern 1), — wir müffen doch auch an diefer Stelle darauf aufmerkfam
machen, daß man nimmermehr die Wirkungen der unterfchied8vollen natürlichen
 Grundlagen nur in den extremen Segenfäßen anerkennen darf. End»
lich ift darauf hinzuweifen, daß auch für alle die Völker, welche zur Steigerung
 der Bodenerträgniffe durch Verftärkung der Capital und YUrbeitsan:
wendung von felbft geneigt oder Hingedrängt find, doch rückfichtlich des Erz
folges eine beftimmte Grenze gefteckt if, weil jene nicht in’ Unendliche erhöbt
werden Eann. Es ftellt fich alfo hier wenigftens für die Unterfcheidung der
Territorien in je einer beftimmten Zeit ein weiterer, auch gerade in unferer
Zeit bebeutungsvoller Gegenfaß heraus, nämlich durdy die größere oder ges
ringere Möglichkeit, die Bodenproduction durch eine verftärkte Anwendung
von Capital und Arbeit noch erheblich zu ffeigern. Selbftverftändlicher
MWeife Handelt e&amp; fich dabei durchaus nicht um Gradunterfchiede in einer
temporären Erfhöpfung des Bodens, welcher durch die Brache oder durch
Düngmittel abgeholfen werden kann.
Sn der unmittelbarften und ununterbrochen empfundenen Weife wird
fi freilich die Ungunft des Territoriums dadurch bewähren, daß die Se:
treideähre in (pärlihem Wachschum Faum ein zehnfältiges Korn heroorhringt,
auch diefes dürftige Erträgnif von dem Menfchen nur im reichlichen Schweiße
des Ungeficht® dem Boden faßt abgeztwungen wird und die einzige Ernte
des Yahrs Öfters mißräth. Völker, welche derartige Territorien bewohnen,
f£reben fchon in den früheften Zeiten dahin, den Nahrungserwerb durch den
emfigen Anbau des Bodens in den Hintergrund treten zu laffen, und fobald
e8 die Zunahme des Verkehrs erlaubt, die Erwerbswege durch Handel und
Sewerksarbeit zu betreten. Doch Fann fo die Ungunft des Territoriums
nur gemildert, nicht aufgehoben werden. Die Freiheit in der Wahl der
Ermerbswege ift befchränkt wie die Unabhängigkeit von außen her auch in
ziner nur vorübergehenden Fritifchen Zeit, nachdem einmal die Bevölkerung
und die Bodenproduction in demfelbden Lande in erheblichem Grade außer
Berhältniß getreten find. Der Austaufchverfehr bildet wohl eine aeaqenz

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N Nolcher, Grundriß.