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[chaft, das verfchiedbenartigfte Klima ertragen zu Fönnen, zu einem guten
Theile der Beruf zur Colonifation und die weltbeherrfchende Stellung der
fauFafifchen Nace im Allgemeinen und des germanifchen Völlerftammes ins:
befondere?
Während nun wohl nicht zu keugnen ffeht, daß die einzelnen‘ Völker
sermöge ihrer aus der gefchichtlichen Aoftammung und Entwicklung hervor:
gerwachfenen Nationalität in befonderer Eigenthämlichkeit mit Harakteriftifchen
Merkmalen neben einander fi herausheben, if andererfeits wohl von ‚Feiner
Seite her in Abrede geftellt worden, daß die befondere geiftige wie Förperliche
Eigenthümlichkeit des Individuums in dem unmittelbarffen Zufammen:
hange mit den Erfolgen wie auch mit der Wahl der wirthfchaftlichen ThätgEeit
 deffelben ftehe; wenn auch nicht Alles, fo if doch fehr Vieles in der
Vrivatwirthfchaft durch die rein perfönlichen Eigenfchaften des Menfchen be:
dingt, indem die Erwerbung und Erhaltung wie der Verzehr und die Berz
wendung wirthfhaftliher Güter taufendfältig abhängig erfcheint von der
Neigung, der FähigFeit, der ausdauernden Kraft zu Eörperlichen und geiftigen
Unfirengungen, von der Sparfamkeit und dem Unternehmungsgeifte , von
der Zahl und der Stärke der Bedürfniffe des Einzelnen. Wenn man aber
den Zufammenhang zwifchen gewiffen Förperlichen und geiftigen Eigenthüm»
lichfeiten des Menfhen mit dem Nefultate der Privatwirthfchaft anerkennt;
wenn man die fundamentale Beziehung, in welcher die Privatwirthfchaft zu
der Wolkswirthfchaft fteht, aus mannigfaltigen Gründen zu erhärten fucht,
aud) das Vorhandenfein nationaler Eigenthämlichkeiten und Charakterzüge
in den verfchiedenen Völkern nicht in Frage ftellt, fo wird fi der Umftand,
daß man aus diefen BVorderfägen die unmittelbar fidy ergebende Schluß:
Folgerung auf eine aus Der nationalen Natur des Menfchen hervorgehende
concrete Seftaltung der Wolkswirthfhaft zu ziehen unterläßt, nur fo erklären
“offen, daß man Alle diejenigen perfönlichen Cigenfhaften des einzelnen Menz
chen, welche in der wirthfchaftlichen Thätigkeit deffelben in Betracht kom:
men, außer aller Beziehung zu den nationalen Merkmalen der Völker febt
und bdiefe andererfeits ohne jeglichen Einfluß auf die wirthfchaftlichen Berz
Hältniffe verbleiben Äßt, Diele Meinung wird aber durch das lebendige
Beugnif der gefhichtlihen Wirklichkeit von den Alteften Zeiten an bis auf
diefe Stunde zurücgerwiefen. Es zeigt fich obendrein, daß manche aus ber
perfönlichen Natur des Menfhen heroorgehende, für die wirthfehaftlichen
Verhältniffe wichtige Bedingungen erft dann zum Vorfhein Eommen, wenn
man den Blie auf die Sefammtmaffe der einer Nation anaehöriqen Inz
dividıen wirft.
Zweifelgohne treten in den unterfcheidendften Merkmalen und charakteri:
Rifchen Cigenthämlichkeiten der einzelnen Menfchenracen die Factoren
im perfönlichen Menfchen, welche mit der Seftaltung der wirthfchaftlichen