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wo fie nicht die angeborene Umgebung hebt, wo der Einzelne felbft in der
Menge wenig bedeutet und immer nach einer Krheke ficht, die ihn aufrecht
erhalte und Leite, Auch in allen Mittelftufen, welche die Außerften Segen:
ße mit einander verbinden, zeigt fih immer eine unterfchiedsvolle Natur
9es nationalen Menfchen, die unter allen Umftänden in einem urfächlichen
and bedingenden Verhältniffe zu den Erfheinungen des wirthfhaftlichen
Cebens eines Volkes fteht. So ergiebt fih, daß neben der territorialen
Srundlege auch durch die nationale Natur des Menfchen die SEonomifche
Pofition der einzelnen Bölker fo zu fagen von Haus aus eine verfchiedene,
ine concrete eigenthümliche if, Ein Maßftab für die auf den Menfhen
surückuführende Verfchiedenheit der wirthfehaftlichen NRefultate zweier Na:
Honen wird fi da am beften gewinnen laffen, wo wir beide unter Übrigens
ziemlich gleichen BVerhaltniffen diefelben Erwerbszweige vorzugsweife betreiben
jehen oder wo nur durch die menfchliche Arbeitstraft Nachtheile, die aus
dem Unterfchiede der Territorien hervorgehen, ausgeglichen oder mehr als
arfeßt werben, während andererfeits die VWortheile des Territoriums ohne die
zu berechnende Wirkung verbleiben. Der nationale Factor in dem Men:
ihen der einzelnen Völker ift das Ergebnif einmal der YUoffammung, in
meldher eine Berfchiedenheit der natürlichen Begabung nicht bloß für die
Slieder einzelner Familien, fondern auch und zwar fchärfer abgegrenzt, wenn
zuch von einer weit ausgedehnteren BSrenzlinie umfchloffen, für ganze Völker
zegeben ift, und fodanın‘ der gemeinfamen Erlebniffe, welche jedes Bolk durch
ven eigenthümlichen Verlauf feiner gefchichtlichen Entwicklung erfährt und
deren nachhaltige Eindrücke auf dem befonderten Gebiete allgemein empfunz
ben werden. Gemeinfam find die Sefchike des Friedens wie des Krieges;
der anhaltende Druck einer aufgeziwungenen Sremdherrfchaft mirkt auf alle
lieder ebenfo hHemmend und niederdeückend, wie die geficherte felbfiftändige
Unabhängigkeit des Landes belebend und entfaltend. Diefelden Sitten und
Setvohnheiten beherrfchen die Einzelnleben, und wenn die einen im Verlaufe
der Zeit felbft als Erinnerungen verfchmwinden, fo gewinnen andere Allgemein:
giltigfeit. Auf dem Grunde einer Ähnlichen Denk: und Sinnesart der Ein:
jeinen, bei einer analogen Neceptionsfähigkeit, durch das Medium einer ges
meinfamen Sprache werden die Fortfchritte der Erfenntnig, die Erweiterung
des Sefichtsfreifes, die Tonds der Erfahrung, welche eine Generation der
anderen überliefert, ein gemeinfamer Erwerb. Die Landesgewohnbheiten ent:
wickeln die Fertigkeit umd SGefchieklichkeit in manchen Erwerbsbefchäftigungen
der Landesbewohner und manche in der befonderen Stärke, welche nur nach
vieljähriger Uebung fich einzuffellen pflegt. Zn einem reinen Stammvolfe
verbindet {ich die Gemeinfamkeit der Anlage mit der Gemeinfamkeit der Er-‚ebniffe;
 aber auch in einem Mifchvolke wird entweder durch das Zufammen:
Mießen der früher gefhiedenen Beftandtheile und die Semeinfchaftlichkeit der