Allgemeinen überall verbeffert haben. Auch hier Kommt es für ung Haupt:
fächlich auf die Thatfache felbft an und ihre Folgen für die wirthfchaftliche
Stellung eines Bolkes in einer beftimmten Zeit. Ob die Urfache deffelben
etwa in einer fchlehten Verwaltung und Regierung des Landes, oder in
einer Berfchlechterung des Volkscharakters und einer üblen Wenderung der
Erwerbswege, in einer Erfchöpfung des Bodens durch einen forge und ges
bdankenlofen oder durch einen zu raffinirten Anbau, durch eine Üübelangebrachte
Ausrodung von Waldfireken oder durch eine Ueberfluthung mit Jiugfand 1)
oder ein falfches Berhältnig des Weidelandes zum AUekerboden zu fuchen ft,
Ändert die Macht der in einer beftimmten Zeit wirkfamen Bodenverhältniffe
nicht, mie bedeutfam auch, um e$ zu wiederholen, der Unterfchied zwifchen
Urfachen, die möglicherweife befeitigt werden Fönnen, und folchen ift, die fich
in Feiner Weife aufheben Laffen. Wäre auch eine Wenderung, etwa durd
die Unmendung des Lift’ fhen Principes der Stetigkeit oder Werkfortfekung
auf den Landbau herbeizuführen, fo mindert diefe Möglichkeit doch nicht die
Kraft des SGegebenen für die Zeit vor der Verwirklichung derfelben, während
allerdings mit NMückficht auf diefe Möglichkeit fih neue Unterfheidungen
zwifchen. den einzelnen unfruchtbarer gewordenen Territorien hHerausftellen.
Auch wird man felbft in den Ländern, in welchen die rationellften Anbau:
methoden und die vortrefflichffen, alle Specialverhältniffe berückfichtigenden
Düngungsfyfteme verbreitete Anwendung gefunden haben, fich niemals über
die Einflüffe täufchen Fönnen, welche durch die Zeitdauer der Bodenbearbeitung
unabtweisbar herbeigeführt merden und die fih am färkften zwifchen der
Bodenkraft alteultivirter und »jungfräulicher« Territorien bemerkbar machen.
Denn je intenfiver und ununterbrochener die Ausbeutung des Bodens ftattfindet,
 um fo weniger Eann ihm auch durch die tationellfte Düngunas:
methode Alles zurkücgegeben werden, mas er abgegeben hat.
Die durch die Einwirkung der Zeit erfolgenden Beränderungen der
territorialen Grundlage Fönnen aber nicht auf den feften Grund und Boden
des Landes befchränkt werden, fie zeigen fich auch Hinfichtlih der von den
Sewälfern abhängigen Berhältniffe. Seringeres Semwicht mag man dabei
darauf legen, daß im Verlaufe der Zeit fich hier und dort ftarke Beränderungen
 in dem Meichthum der Flüffe oder des angrenzenden Meeres an
nugbaren Fifchen gezeigt haben, obwohl doch auch diefe für einzelne Länder
oder beitimmte Küftenaeaenden eine ÖEonomifche Lebensfrage umfchließen 2).

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Einige Thatfachen über diefe unleugbare Wirkung des Flugfandes in einzel:
nen Segenden Preußens findet man in dem Auffaße: Boden, Arbeit und
Ertrag (Mefultate praktifgher Beobachtung), in Ranke’s hift.:polit. Zeit:
fchrift. HI. SFahrgang 1832. S, 775 fl.
Man denke z. MB. nur an die Verhältniffe in der Heringsfifcherei an den

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