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in der Naturqualität der Territorien wird durch die fortfchreitende und allge:
meiner fich verbreitende Cultur verffärkt. Die Erfolge einer rationelleren
Bewirthfhaftung und Unbauungsmethode find freilich fehr groß, aber gerade
die Zunahme des Ideen: und Erfahrungenaustaufches bei gefteigertem und
zrleichtertem Verkehre fichert jeder Befferung für die Dauer die allgemeinere
Verbreitung ; ein Voranfechreiten in der Verftärkung der Bodenausbeutung
in’s Ungemeffene ift nicht möglich, weil die vortheilhafte Vermehrung der
Capital» und Arbeitsmenge zur Steigerung des Landertrages eine nothwendig
einzuhaltende Grenze findet. Das bleibt unter allen Umftänden der Vorzug
des befferen Bodens, daß er fchon bei minder Eoftfpieliger Bearbeitung einen
gleichen Ertrag wie der fchlechtere liefert. Indem nun mit dem Vorrhcken
ber Cultur und bei der Zunahme der Bevölkerung immer mehr jener Srenze
für die vortheilhafte Berftärkung der Capital= und Arbeits : Berwendungen
auf den Boden zugeftrebt wird, müffen gleichzeitig die Unterfchiede der natürlichen
 Bodenkraft immer ftärker hervortreten. Nicht anders, wennaleich in
Folge eines etwas verfchiedenen urfächlichen Berhältniffes, zeigt fichh die Wirfung
 der vorfchreitender Cultur in Beziehung auf die Unterfchiede, welche in
dem natürlichen Neichthume des inneren Bodens, z. B. an Kohlen oder
Sifen, gegeben find. Hier feßt die Matur der Ausbeutung des von ihr in
viel früheren Zeiten hHervorgebrachten Productes Feine Grenze durch das an
einem beftimmten Punkte eintretende Verfagen ihrer Mitwirkung zur Stei:
gerung der Production, fo lange Überhaupt nicht die abfolute Schranke in
der vollen Erfhöpfung der Gruben erreicht ift, Ne ferner deshalb durch die
Eigenthümlichteit des Territoriums diefe Grenze ift, je mehr e&amp; nur auf eine
umfaffendere und intenfivere Bethätigung der menfchlichen Arbeit ankommt,
um immer mehr Producte zu gewinnen, um fo mehr muß jeder Fortfchritt
in der Technik, welcher durch den Culturfortfchritt vermittelt wird, den natürlichen
 Neichthum eines foldhen Landes ffärker hervortreten, von größeren Fol:
gen begleitet erfheinen laffen, was in der auffäligften Weile da erkannt
wird, wo die Erfahrung gezeigt hat, daß jeglicher Steigerung in der Nach:
frage nach einem beftimmten bergmännifchen Producte durch eine Berftätfung
 der auf die Production verwendeten Arbeit ohne Kehl genügt werden
Fann D.

‘) Hier nur ein Beifpiel. Es ift bekannt, daß die Sifenproduction Englands
ganz außer BVerhältnif zu anderen Ländern zugenommen hat. Diefe Zu
nahme hat zwar faft ununterbrochen ftattgefunden, aber die Hauptmerfkjteine
 berfelben zeigen fi da, wo die oben erwähnten urfächlidhen Bedingungen
 eintrefen. Gegen 1740, als noch Holzkohlen allein bei den Eifen:
fümelzproceffen angewendet wurden, wird die Production auf jährlich 1700
Tonnen angegeben. Gegen die Mitte des Jahrhunderts kamen Steinkohlen
zur Anwendung und nach 1770 wurde ohne Verfchledhterung der Waaren: