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mweitigen Berhältniffe, an weiche man hier denken Fann, wie etwa die Dauer
de8 Friedenszuftandes in einem Lande, die Stellung, welche. ein Bol in den
Productionszweigen einzunehmen vermag, deren Erträgniffe auf den Märkten
9e8 Weltverkehrs einen ftarken und gewinnreichen Ubfaß gefunden haben,
önnen fo zu fagen nur in einem potenzirten Sinne als Ergebniffe von zeit:
‘chen oder Örtlichen Situationen bezeichnet werden, die unter dem Einfluß
ganz allgemein gefchichtlicher Bedingungen ffehen. Auch fie murzeln jedoch
jum Theil in eben jenen allgemeinften Fundamenten der Volkswirthfchaft,
in dem Charakter eines Wolkes und feiner Ummohnerfchaft, in der geogras
phifden Lage und Befchaffenheit des Territoriums. Die gefhichtliche Er
fahrung bemweift überall, wie groß der Unterfchied der Friedens: und der
Kriegsjahre in einem von der Natur felbft gegen außen bin gefhüßten Ciland
oder auch in einem Küftenftaat und einem folchen Lande ift, das, inmitten
oteler anderen Völker gelegen, den natürliden Tummelplat für die Aus
Fämpfung aller Völker und FürftenftreitigFeiten abgiebt. Weil der Krieg
nothtwendiger Weife eine große Mafie gefammelter wirthichaftlicher Güter
vernichtet und während feiner Dauer durch Minderung der Productionskraft
die Production vereingert, fo muß die Capitalmaffe in doppelter Weife durch
ihr vermindert werden. In dem Hinweis auf eine thatfächliche Erfheinung
it Fein Uetheil über den Werth einer folchen Aufzehrung twirthfhaftlicher
Süter mit Nücficht auf andere als wirthfhaftliche Intereffen ausgefprochen,
wie denn auch der Krieg felbft die wirthfchaftlihen Intereffen des einen
Landes auf Koften des anderen fördern Fann, &amp; find zu allen Zeiten 1)
Kriege um SEonomifcher Gründe willen geführt worden, nicht bloß in den
:ebten Jahrhunderten, in welchen man fie gemeiniglich nachgewiefen hat, und
n vielen Kriegen, welche nicht aus SEonomifchen Motiven entfprangen,
jaben die Parteien gleichwohl wirthfchaftliche Intereffen zugleich zu verfolgen
Befucht. Bei der Beendigung folder Kriege wurde 6 wohl dem einen Theile
möglich, ffarfe »Getoinnfte« für fich zu ftipuliren, und während der Dauer
des Krieges gelangen vielleicht die vortheilhafteften Befibergreifungen, Aus:
gezahlte »Entfchädiqungsfummen« {fellen jedoch immer nur die berechenharen

‘) Die gefammte Völkerwanderung, durd weile das römifche Reich geftürzt
murbe, war (ebenfo wie der Zug der CGimbern und Teutonen, der Helvetier
nad Gallien u. f. w.), foweit nicht ein Stamm durch den anderen zur Wan:
derung gezwungen wurde, das Sragebnig Sfonomifcher Motive; immer ver:
langte man »Land zum Anbau«, theilweife fogar unter Anerbietung einer Segen:
leiftung durch Kriegsdienfte. Schon Yıiniws meinte (Hist. natur. 37, 11)
das Verlangen der Deutfhen nad den römifchen Provinzen fei durch den
Bernfteinhandel erregt worden. Auf diefe Kriege um Land folgen fpäter die
Kriege um den Handel und zuleßt Kriege um gewerblidh induftrieller In:
tereffen millen.