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Bönnen fie doch immer das Befte wie das Gute hindern und erfchweren.
Die Wirkungen der allgemeinen Staatsgewalt auf die Volkswirthfchaft find
weit größer, als ihre die SEonomifchen Dinge unmittelbar und beabfichtigter:
weife erfaffende Thätigkeit; auch von allen Übrigen ErfcheinungsFreifen des
Lebens her werden die lekteren berührt. Der Srad und Umfang, wie die
Urt, in welchen eine allgemeine Staatsgemwalt auch auf die wirthfchaftlichen
Verhältniffe eines Volkes einwirkt, wird allerdings, wie die Form und die
Macht der Staatsgewalt im Allgemeinen, immer in einem erfichtlihen Zu:
Tammenhange mit dem VBolkscharakter und der Bolksgefchichte einer Nation
gefunden werden, aber dadurch allein würde man die taufendfältig abgeftufte
und vielfältig entgegengefeßte Geltendmachung der Macht einer Regierung
aud) auf dem voltswirth[haftlichen Gebiete, wie wir fie in den Blättern der
Sefchichte mit ihren weittragenden Wirkungen aufgezeichnet finden, nicht er:
Hären Eönnen. Man wird fidh vergegenwärtigen müffen, daß die Träger
der allgemeinen Staatsgemwalt, wie die BWollftrecker ihrer Intentionen, Indiviz
duen find, und daß deshalb eine ebenfo große Berfchiedenheit in der Richtung
und Handhabung der Staatsgewalt auf dem wirthfehaftlichen Gebiete möglich
 ift, al8 die Verfechiedenheit der Individuen it, welche innerhalb einer
Nation zu einer Zeit auftreten Eönnen N).
Derfelde Grund, aus welchem wir die in die Berhältniffe der Volks»
mirthfhaft ebenfo ftetig als überall eigenthümlich eingreifende Thätigkeit der
Wlgemeinen Staatsgewalten nur in Kürze berührt haben, veranlaßt ung,
auf die thatfächlichen Einwirkungen einer zweiten Lebensmacht etwas aus:
führlicher einzugehen, nämlich auf die Einwirkungen der Kirche und bezies
hungsweife der Meligion;z denn es find diefelben auffälligerweife Feines:
weg genügend gewürdigt und überhaupt kaum wahrgenommen worden 2),
Der Einfluß der Religion if ein Einfluß auf den inneren Menfhen, und
da für uns das pfnchologifche Element in einem »Factor der Gütererzeugung«
on febr erheblicher Bedeutung i{t, fo {chäßen wir die Einwirkung der reli:

N

Sin Mehres fiehe unten, wovon der Volkswirthhaftspolitik die Rebe ift.
Daß das oben berührte Zhema, auf deffen Bedeutung in neuerer Zeit Lift,
Nofdher, Schüz u. AU. hingewiefen haben, die Thätigkeit der Theoretiter
mehr wie früher in Anfprucdh nehmen wird, ift durch die Zollvolitik der
modernen Regierungen außer Frage geftellt. .
In Villeneuve’8 histoire de Vecon. pol. wird zwar aud) gewöhnlid
von der Religion der Völfer in ven einzelnen Abfjdhnitten gehandelt, aber
in ganz dürftiger Weife und wie in einer allgemeingefhichtlidhen Studie,
Paffendes und Unpaffendes fteht neben einander audy in den verhältnißf:
mäßig nodj beften Bemerkungen über den Sinfluß des Chriftenthums, wo
ber Zufammenhang mit der »politifhen Dekonomie« etwas fhärfer heraus:
tritt. Irogdem und obwohl zumeift nur ganz Bekanntes Wiedergost wich,
{ft ibm die Aufmerkfamkeit für diefen Gegenftand nadhzurähmen.